Ausländische Banken ziehen aus Griechenland ab

Da die Gefahr eines Austritts Griechenlands noch nicht gebannt ist und sich die Rezession im Land zunehmend verschärft, versuchen ausländische Banken nun verstärkt, ihr Engagement in Griechenland zu beenden. Viele Banken versuchen hektisch, ihre Tochtergesellschaften abstoßen.

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Es sieht nach einer regelrechten Flucht ausländischer Kreditinstitute aus Griechenland aus. Die tiefe Rezession, die fragwürdige Glaubwürdigkeit der griechischen Regierung und die noch immer vorhandene Gefahr eines Austritts aus dem Euro schüren die Unsicherheit. Die Banken versuchen sich zunehmend, aus dem Griechenland-Geschäft zu verabschieden.

So prüft beispielsweise der portugiesische Eigentümer der Millennium Bank derzeit, inwiefern er seine lokale, griechische Tochtergesellschaft verkaufen kann – wenngleich noch kein Investor sein Interesse daran bekannt gegeben hat, so die griechische Zeitung Kathimerini mit Verweis auf interne Quellen.

Die zypriotischen Banken, die Bank von Zypern und die Popular Banken, wollen ebenfalls die möglichen Konsequenzen im Falle eines Austritts Griechenlands begrenzen. Ähnlich geht es der französischen Société Générale, die eine Abstoßung ihrer Tochtergesellschaft Geniki Bank erwägt. Darüber hinaus versucht die Société Générale auch, die Emporiki Bank zunächst zu rekapitalisieren und anschließend zu verkaufen. Erste Interessenten wie die Alpha Bank gibt es bereits. Die Nationalbank und Eurobank wollen ihr Angebot noch abgeben.

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