Euro-Krise erreicht Österreich: Arbeitslosigkeit steigt

Die schlechte Konjunktur der Weltwirtschaft bremst die österreichische Wirtschaft aus. Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 8,6 Prozent gestiegen. Das Wirtschaftswachstum wird sich noch stärker verlangsamen.

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Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist erneut gestiegen. Im Juli waren 228.000 Österreicher als arbeitslos registriert. Das sind 8,6 Prozent mehr als im selben Monat des Vorjahres. Die europäische Statistikbehörde Eurostat wies im Juni zwar eine Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent aus, tatsächlich liegt sie aber deutlich höher. Nach der österreichischen Berechnungsmethode lag die Arbeitslosenquote im Juli bei 7,1 Prozent. Dies teilte das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo) mit. Dem Wifo zufolge ist die Zahl der Arbeitsplätze gesunken. Mehr Menschen besuchten Weiterbildungsmaßnahmen.

Die negative Entwicklung in Österreich ist auf die allgemein schlechte Verfassung der Weltwirtschaft zurückzuführen. Die Konjunktur in Österreich ist zwar noch positiv, die Krise in der europäischen Währungsunion bremst das heimische Wirtschaftswachstum aber deutlich. Auch das üblicherweise starke Wachstum in den asiatischen Staaten ist zuletzt zurückgegangen. Das Wifo rechnet mit einer weiteren weltweiten Konjunkturabschäwchung.

Davon ist vor allem die Sachgütererzeugung in Österreich betroffen. Sie ist in einem Hohen Ausmaß von Exporten abhängig. Wie der Wifo-Konjunkturtest ergab, wird die Sachgütererzeugung in den kommenden Monaten erheblich zurückgehen. Nach Einschätzung der Unternehmen sind die Bauwirtschaft und der Dienstleistungssektor davon aber noch nicht betroffen.

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