Deutschland: Nach Zwischenhoch droht im Herbst Einbruch bei Exporten

Für Juli konnten die deutschen Exporte trotz Schuldenkrise und abflauender Weltwirtschaft noch ein Wachstum bei den Exporten verzeichnen. Doch im Herbst ist mit einem Einbruch zu rechnen. Die Neuaufträge gehen zurück, im August so stark wie seit drei Jahren nicht mehr.

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Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, sind die deutschen Exporte im Juli aufgrund der starken Nachfrage aus Übersee immerhin noch um ein halbes Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Im Juni gab es ein Minus von 1,4 Prozent, so dass Ökonomen ursprünglich sogar mit einem Rückgang von 0,5 Prozent gerechnet hatten.

Mit Einfuhren in Höhe von 76,7 Milliarden Euro und Ausfuhren von Waren im Wert von 93,6 Milliarden Euro lag der Außenhandelsüberschuss im Juli bei saison- und kalenderbereinigt bei von 16,1 Milliarden Euro. Insgesamt sind die deutschen Exporte in den ersten sieben Monaten um 5,4 Prozent auf 644,1 Milliarden Euro gestiegen.

Allerdings wird sich der deutsche Export nicht mehr lang auf dem Wachstumspfad halten können. Ganz abgesehen davon, dass das Wachstum der Exporte bereits jetzt schon gering ist, sind vor allem die Auftragsbücher der Exporteure besorgniserregend. Im August verbuchten die Exporteure nämlich ihr größtes Auftragsminus seit drei Jahren. Hier mussten vor allem die Hersteller von Investitions- und Vorleistungsgütern die höchsten Auftragsverluste beklagen. Der Rückgang der Neu- und Folgeaufträge wird sich entsprechend erst in den kommenden Monaten auf das Wachstum der deutschen Exporte auswirken.

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