Frankreich: Regierung attackiert Manager wegen Krise in Auto-Industrie

Die Führung von Peugeot Citroen hätte den größten französischen Autohersteller besser auf die Entwicklungen in Europa vorbereiten müssen. Dem Management kommt mindestens eine Teilschuld an den massiven Jobkürzungen im Konzern zu. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht der französischen Regierung über die Autoindustrie.

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Der Bericht der französischen Regierung über die Lage des Autoherstellers PSA Peugeot Citroen kritisiert das Management und die Shareholder des Unternehmens scharf. Emmanuel Sartorius, Autor des Berichts und leitender Beamter im französischen Finanzministeriums kommt zu dem Ergebnis, dass Managementfehler mindestens eine Teilschuld an den nötigen Entlassungen im Autosektor haben. Dies berichtet die Financial Times.

Die französiche Regierung macht das Management von PSA Peugeot Citroen mitverantwortlich für die schlechte Lage des Konzerns. (Foto: wikimedia/Anakin732)

Die französiche Regierung macht das Management von PSA Peugeot Citroen mitverantwortlich für die schlechte Lage des Konzerns. (Foto: wikimedia/Anakin732)

In Kürze muss in Frankreich die erste Autofabrik seit 20 Jahren geschlossen werden. Sartorius kommt zu dem Schluss, dass die Werksschließung „unumgänglich“ und „dringend“ sei. Der Konzern sei zu stark vom europäischen Markt abhängig und wäre zu wenig international aufgestellt geworden, heißt es in dem Bericht. Dies hat den Autokonzern anfällig für den starken Rückgang der Nachfrage in Europa gemacht (mehr hier).

Bereits früher hatte Präsident François Hollande die Haupteigentümer dafür kritisiert, dass sie sich auf die Ausschüttung von Dividenden konzentriert hätten, anstatt in neue Märkte zu investieren. Diesen Vorwurf bekräftigt der Bericht.

An der Personalpolitik übt Sartorius alleridngs keine Kritik. Peugeot Citroen plant mehr als 10.000 Arbeitsstellen zu streichen, um die aktuelle Krise überwinden zu können.

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