EU-Geldschwemme: Nun auch Streit in Finnland

Während der finnische Notenbankchef die Anleihenkäufe durch die EZB lobt, positionieren sich Politiker immer eindeutiger gegen weitere Belastungen durch die Eurorettung.

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Der Chef der finnischen Zentralbank verteidigt die angekündigten unbegrenzten Ankäufe von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank. In einem Interview mit dem Handelsblatt sagte Erkki Liikanen, er hätte sich bei der Entscheidung über die neuen EZB-Interventionen Einstimmigkeit im EZB-Rat gewünscht.

Die Handlungsfähigkeit in einem solchen Fall zu erhalten sei allerdings wichtig. Bei der Abstimmung hatte sich der deutsche Vertreter im EZB-Rat, Jens Wiedmann, als einziger gegen weitere Anleihenkäufe ausgesprochen.

Mit seiner Rückendeckung für die EZB zeigte Liikanen, dass in Finnland die Eurorettung zunehmend zum Streitthema wird. Da in Finnland demnächst Wahlen anstehen, zeigen sich viele Politiker äußerst kritisch, was die Eurorettung angeht.

Eine weitere Unterstützung der Pleitestaaten, wie etwa Griechenland, würde vermutlich keine Mehrheit mehr im finnischen Parlament bekommen. „Wir haben einen Punkt erreicht an dem viele sagen: Weiter können wir nicht gehen“, sagte etwa der finnische Europaminister Alexander Stubb der Financial Times.

Die finnische Finanzministerin Jutta Urpilainen warnt ebenfalls vor der schwindenden Bereitschaft der Finnen, die Eurorettung um jeden Preis mitzutragen (mehr hier).

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