Budgetprobleme: US-Stadt Camden will die Polizei auflösen

In einer der ärmsten Städte der USA gerät der Sparkurs außer Kontrolle: Nachdem sich die Zahl der Polizisten in der Stadt in nur 6 Jahren fast halbierte, wurde die Polizei nun ganz aufgelöst.

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Camden, eine der ärmsten und gefährlichsten Städte der USA hat nun angekündigt, ihren Polizeiapparat aufzulösen. Mit diesem Schritt versucht die Stadt, ihre Kosten weiter zu senken. Die neuen Polizeieinheiten, die die Stadtpolizei von Camden ersetzen, werden der County-Regierung unterstellt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Die Verwaltung konnte sich mit der Gewerkschaft der Polizei darauf einigen, dass nur 49 Prozent der aktuellen Polizisten übernommen werden. Sie arbeiten dann für wesentlich weniger Lohn. Die Stadt war zuvor dabei gescheitert, die Löhne der Polizisten weiter zu senken.

Durch die Auslagerung an die County-Polizei schafft es die Stadtregierung trotz geringerer Personalkosten mehr Polizeibeamte in die Stadt zu bringen. Zuvor war die Polizeipräsenz massiv gesenkt worden. Noch im Jahr 2005 beschäftigte Camden, eine Stadt mit 77.000 Einwohnern, 450 Polizisten. Im Jahr 2011 waren es immerhin 368, nun sind es nur noch 270.

Die massiven Einschnitte sind auf die schlechte finanzielle Lage der Stadt zurückzuführen: Von seinem Budget in der Höhe von 150 Millionen Dollar kommen nur 25 Millionen Dollar aus eigenen Steuereinnahmen. Der Rest sind staatliche Subventionen.

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