Griechenland will EZB-Kredite umschulden

Der griechische Finanzminister fordert eine Verlängerung der auslaufenden EZB-Kredite. Diese belaufen sich auf knapp 30 Milliarden Euro. Weitere Emissionen von kurzfristigen griechischen Anleihen werden außerdem notwendig sein, um die Finanzierungslücke des Landes zu schließen.

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Wie ranghohe EU-Diplomaten berichten, ist die Finanzierungslücke in Griechenland deutlich höher als angenommen. Diese bezifferten das Haushaltsloch auf mehr als 30 Milliarden Euro (hier). Griechenland will nun eine Verlängerung der auslaufenden EZB-Kredite erreichen, teilte der griechische Finanzminister, Christos Staikouras, in einem Dokument mit, das am Dienstag veröffentlicht wurde.

„Mit dem Blick auf die Schließung der Finanzierungslücke und angesichts dessen, dass das Eurosystem griechische Bonds in Höhe von 28 Milliarden Euro hält, die zwischen 2013 und 2016 auslaufen, wird die Möglichkeit einer Umschuldung untersucht“, schreibt Christos Staikouras.

Bisher hat sich die EZB strikt geweigert, irgendwelche Verluste bezüglich gekaufter Bonds in Betracht zu ziehen. Christos Staikouras sagte jedoch, jede mögliche Verlängerung der Laufzeit würde innerhalb des gesetzlichen Rahmen des Lissabon-Vertrages ablaufen. Zudem, so Staikouras, wird Griechenland wahrscheinlich zusätzliches Geld vom Anleihenmarkt im Jahre 2015 und 2016 in Höhe von 10,6 Milliarden Euro beschaffen müssen.

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