Zehntausende protestieren in Deutschland für „Umfairteilung“

In zahlreichen deutschen Städten wurden am Samstag Demonstrationen für eine gerechtere Verteilung des Wohlstands abgehalten. Aktuell dominieren Rentner die Bilder von den Aufmärschen.

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Auch in Köln kamen Tausende, um für mehr Gerechtigkeit zu demonstrieren. (Foto: umfairteilen via Twitter)

Auch in Köln kamen Tausende, um für mehr Gerechtigkeit zu demonstrieren. (Foto: umfairteilen via Twitter)

Umfairteiler in Hannover (Foto: umfairteilen.de via Twitter)

Umfairteiler in Hannover (Foto: umfairteilen.de via Twitter)

Die Veranstalter sprechen von 40.000 Teilnehmern deutschlandweit, verschiedene Medien kommen eher auf 10.000 Teilnehmer: In jedem Fall hat der Aktionstag eines Bündnisses, an dessen Spitze der paritätische Wohlfahrtsverband steht, einige Deutsche mobilisiert, um gegen die Ungerechtigkeit in der Gesellschaft zu demonstrieren. Auffallend ist, dass es bei den Demos eher zu Rentner-Aufmärschen kommt. In Madrid waren in der Vergangenheit dagegen vor allem junge Leute auf die Straße gegangen, um gegen die Sparpolitik der Regierung zu protestieren (hier).

Das ältere Publikum dürfte daher dafür sorgen, dass es auch für die Polizei ein eher friedlicher Nachmittag wird – und das, obwohl auch Attac gerne Teil der Initiative sein möchte.

Die Forderungen der Bewegungen beinhalten keinen Aufruf an den Staat zu sparen, sondern wollen die Krise mit Mitteln der Umverteilung lösen. Zentrale Anliegen der Demonstranten sind eine Vermögensteuer und eine einmalige Vermögensabgabe, um die notwendigen öffentlichen und sozialen Ausgaben gerecht zu finanzieren und die Verschuldung abzubauen. Außerdem soll es einen konsequenten Kampf gegen Steuerflucht und Steueroasen und für eine Steuer auf Finanzmarktgeschäfte, gegen die Spekulation und gegen die Armut, weltweit geben.

In Hamburg wurde auch der griechische Linken-Poliker Alexis Tsipras von Syriza erwartet.

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