Trotz Krise: Deutscher Außenhandel bleibt noch stabil

Der Außenhandel ist Deutschlands letzte Chance für Wirtschaftswachstum im dritten Quartal. Die Exporte nahmen im Vergleich zum Vormonat entgegen allen Erwartungen zu. Aufgrund der Abhängigkeit vom Export wird die deutsche Wirtschaft angesichts eines schwachen europäischen Binnenmarktes allerdings vor eine große Herausforderung gestellt.

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Unerwartet hoch sind die Zahlen für den deutschen Außenhandel für August ausgefallen. Wie Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, stieg die Exportrate im Vergleich zum Vormonat um 2,4 Prozent. Wirtschaftsexperten hatten einen leichten Rückgang der Quote erwartet, da der Export im Juli nur um 0,4 Prozent gestiegen ist, wie Reuters berichtet. Eine hohe Exportrate ist Deutschlands letzte Chance, im dritten Quartal noch ein Wirtschaftswachstum zu verzeichnen.

Der deutsche Export befindet sich in einem Abwärtstrend. Noch verhindern die Exporte außerhalb der EU einen Einbruch (Grafik: Statistisches Bundesamt)

Der deutsche Export befindet sich in einem Abwärtstrend. Noch verhindern die Exporte außerhalb der EU einen Einbruch (Grafik: Statistisches Bundesamt)

Dafür bedarf es allerdings eines starken europäischen Binnenmarktes und zahlungsfähigen Nachbarn. Davon ist Europa allerdings weit entfernt: die Ausfuhren in die EU legten lediglich um 0,4 Prozent zu. Im Vergleich dazu stieg die Exportquote in Länder außerhalb der EU deutlich um 13 Prozent. Der schwache europäische Binnenmarkt führte bereits zu einem Auftragseinbruch in der deutschen Industrie (mehr hier). Angesichts der schwierigen, wirtschaftlichen Lage in den USA und in China (hier), wird der deutsche Export aber in den kommenden Monaten vor weitaus größere Herausforderungen gestellt.

Die Importe konnten mit einem Plus 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat einen leichten Zuwachs verzeichnen. Verglichen mit August 2011 erweist sich die Wachstumsrate der Importe als stabil (0,4%). Das Ungleichgewicht von Export und Import äußert sich in einem Handelsbilanzüberschuss von 18,3 Milliarden Euro, das sind zwei Milliarden mehr als im August 2011.

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