Massive Ausschreitungen bei Protesten in Athen

Mehr als 80.000 Menschen sind mittlerweile auf den Straßen Athens unterwegs. Es kam zu zahlreichen Zusammenstößen mit der Polizei. Ein Mensch erlitt einen Herzinfarkt und starb. 50 Demonstranten wurden bisher festgenommen.

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Bereits in den frühen Morgenstunden protestierten Zehntausende Griechen gegen die Sparpolitik. Sie richten sich damit nicht nur gegen die eigene Regierung, sondern auch gegen den Kurs der EU-Regierungen. Mittlerweile sind über 80.000 Menschen unterwegs.

Wie schon bei vorangegangen Protesten kam es zu handfesten Auseinandersetzungen zwischen den Demonstranten und der Polizei. Molotow-Cocktail und Steine wurden auf die Polizisten geworfen, die wiederum mit Tränengas, Nebelgranaten und Knüppeln reagierten. Ein 65-Jähriger Grieche, Xenofon Lougaris, erlitt während der Proteste einen Herzinfarkt und verstarb. Seit sechs mehr als sechs Jahren war dieser arbeitslos, so keeptalkinggreece.com. 50 Demonstranten sind bisher festgenommen worden.

In Brüssel scheint man versucht, die Vorgänge in Griechenland außen vor zu lassen und herunter zu spielen. Mark Rutte, der niederländische Ministerpräsident, geht davon aus, dass Griechenland heute gar kein Thema sein werde (hier). Die Griechen sehen das anders. „Die Zeit ist gekommen, diese Politik zu stoppen“, steht auf etlichen Plakaten. „Die politische Führung sollte dies nicht unterschätzen“, warnte die Gewerkschaftlerin Tania Karayiannis. Die Proteste dauern weiterhin an.

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