Zu harte Forderungen der Troika: In Griechenland droht Bruch der Koalition

In Athen sind am späten Dienstag die Koalitionsgespräche gescheitert, in denen die drei Parteien den Forderungen der Troika hätten zustimmen müssen. Ein Regierungssprecher sagte, am Mittwoch müsse es eine Einigung geben. Sonst läuft Griechenland offenbar die Zeit davon.

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Hochspannung in Athen: Die drei Regierungsparteien konnten sich am Dienstag nicht auf die Zustimmung zu den neuen Troika-Forderungen einigen können. Fotis Kouvelis von der demokratischen Linken sagte nach einem Treffen bei Premier Antonis Samaras, dass die Forderungen der Troika nach Strukturreformen „inakzeptabel“ seien. Sie würde die Arbeitslosigkeit erhöhen und das Land noch tiefer in die Rezession treiben. Die Kritik der Linken richtet sich vor allem gegen die Forderung der Troika, die Arbeitslosenunterstützung nach oben zu begrenzen.

Evangelos Venizelos von der PASOK erregte sich über die Andeutungen von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, man müsse zur Einhaltung der Vereinbarungen gewisse „Mechanismen“ installieren. Schäuble blieb mit diesen Vorschlägen vage, sagte jedoch, es werde schwer für Griechenland, solche automatischen Eingriffe politisch zu akzeptieren. Venizelos sagte, dass dieser Vorschlag nicht annehmbar sei, Griechenland sei kein „Protektorat“.

Regierungssprecher Simos Kedikoglou sagte, dass es spätestens am Mittwoch eine Einigung der Parteien geben müsse, um die Staatspleite zu verhindern. Das Sparprogramm sei „alternativlos“.

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