Bundestag lädt zum Griechen-Kasino: Spekulanten machen 200 Prozent Profit

Das Rückkaufprogramm der griechischen Staatsanleihen bringt den Hedge Fonds einen gewaltigen Profit: Innerhalb von nur sechs Monaten streifen manche Spekulanten 200 Prozent ein, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt auf das Einlenken von Angela Merkel gewettet haben.

Ihren XING-Kontakten zeigen

Das Echo auf das Rückkaufprogramm der griechischen Staatsanleihen ist offenbar sehr positiv. Für die griechischen Banken ist das Risiko gering, weil sie den Verlust, den sie jetzt auf dem Papier machen, ohnehin schon bald durch das vom Deutschen Bundestag mit überwältigender Mehrheit genehmigte Banken-Rettungsprogramm wieder bekommen (mehr zu diesem obskuren Paket – hier).

Aber auch die Hedgefonds können sich die Hände reiben: Zwei Drittel aller Hedge Fonds wollen sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Denn viele der Spekulanten haben die Bonds zu Schleuderpreisen auf dem Höhepunkt der Griechen-Krise vor sechs Monaten gekauft. Damals hatten sie zwischen 11 und 17 Prozent vom Nominalwert gezahlt. Nun werden sie für ihre Wette fürstlich entlohnt: 200 Prozent Profit innerhalb von nur sechs Monaten sind möglich. Beobachter gehen davon aus, dass die Hedge Fonds zustimmen werden und dabei dem Motto folgen: Nach uns die Sintflut. Denn die meisten gehen davon aus, dass Griechenland in noch viel größere Schwierigkeiten geraten wird. Gary Jenkins von Swordfish Research sagte der FT, dass die Fonds eine weitere Verschlechterung der Lage in Griechenland fürchten. Daher habe es wenig Sinn, noch weiter zu pokern. Viele erwarten, dass es zu einer politischen Radikalisierung in Griechenland kommen werde.

Der Rückkauf durch Griechenland ist die Voraussetzung, dass die Gelder der deutschen Steuerzahler zur Bankenrekapitalisierung fließen können. Solle der Rückkauf scheitern, wäre das ganze fragile Griechen-Paket in Gefahr. Aber dazu wird es wohl nicht kommen: Die deutschen Steuerzahler haben den Spekulanten ein Angebot gemacht, dass sie nicht ausschlagen können.

Auch zwei Investmentbanken stehen jetzt schon als Sieger fest: Die Deutsche Bank und Morgan Stanley sind mit der Abwicklung beauftragt. Sie werden saftige Gebühren dafür einstreifen, dass sie die Basis für die Umleitung der deutschen Steuergelder ins globale Finanzsystem sorgen.

Kommentare

Dieser Artikel hat 10 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

 Zeichen übrig

    • caesar4441 sagt:

      Alternativlos eben !

    • kienzler stefan sagt:

      Alles Monopolygewinne, ohne jegliche Werthaltigkeit ! Das wird sich noch zeigen ! Nach dem Fiskalischen Flächenbrand, werden diese ganzen Gewinne wieder eingedampft.

    • Knecht sagt:

      Was für eine Farce , selbst der Dümmste konnte das vorausgeahnen ! Es gibt kein
      Entkommen und gezahlt wird bis zum Sankt Nimmerleinstag .
      Nur frage ich mich , wer uns im Falle einer Zahlungsunfähigkeit hilft ?
      ( Ähm ….ich meine ab 2020 wäre es soweit )

    • Michele sagt:

      “Die Deutsche Bank und Morgan Stanley sind mit der Abwicklung beauftragt. Sie werden saftige Gebühren dafür einstreifen, dass sie die Basis für die Umleitung der deutschen Steuergelder ins globale Finanzsystem sorgen.”

      …für die Umleitung der deutschen (und europäischen) Steuergelder ins globale Finanzsystem sorgen! Endlich hat es DWN überdeutlich ausgesprochen… :-)

      Leider ist DWN kein Steuerzahlerforum, sondern eher ein Anlegerforum… :-) :-) :-)

      Einer Normalbürger-Oma läuft es mal wieder total gegen den Strich … ;-)

    • egon sagt:

      Bald singen wir wieder die alten Lieder !

      “Rentner ! hört die Signale !
      auf, zum letzten Gericht. (in der Suppenküche)
      Die “Internationale”, (Banken- und Politikermeute)
      versäuft den letzten Rest ! (selbsterklärend)

      Die Noten dazu dürften bei “Mutti” sicher noch gleich neben dem roten Halstuch und dem blauen Hemdchen liegen.

    • Arminius sagt:

      Das ist das pervertierte, und zutiefst menschenverachtende System der internationalen FinanzVampire.

      Die Griechen schlagen sich gegenseitig blutig, während die SatansBankster unglaubliche Summen einstreichen.

      Ich bin nur noch angewidert.

    • Eulchen sagt:

      Nach meinem Dafürhalten kauft “Griechenland” gar nix zurück, das Geld kommt aus dem ESFS.

      Und bitte um Info, von wem es als “Voraussetzung” implementiert wurde.

      • Lieschen Müller sagt:

        Das Kürzel ESFS ist schon belegt: Einer säuft fünf Stiefel.

      • jay twelve sagt:

        @Eulchen, wieso lässt Ihr Euch alle mit den Prädikaten: ARM bis REICH irritieren.

        Als Prinz Charles of Wales geboren wurde, war ich, gemessen an den geltenden Geldwerten, ärmer als der Maus in der Kirche. Bei -25°C musste in die Schule rennen, damit ich in meinen spärlichen Lumpen nicht elfrühre.

        Und doch, war ich als 11 Jähriger Bube in vielerlei Hinsichten unvergleichbar REICHER als Prinz Charles.
        Bis heute hat sich an meinem Vorsprung nichts verändert, bis auf mein Einkommen bedingt meinem Fleiß und innovative Kraft.

        Nicht eine Minute Meines Lebens möchte ich mit Prinz Charles oder Baron Rothschild tauschen. Weil das, was ich als REICHTÜMER erworben habe, kann man für das ganze Geld der Welt nicht kaufen.

        Was meine Reichtümer anbelangt, sind diejenigen, die sich dem Profit an Griechen erfreuen, noch ärmer als die Schleimschnecke am Schmirgelpapier.

        • consuela rodrigez sagt:

          Ich gebe dir vollkommen recht. Diese Leute sind keine Menschen mehr die haben ihre Seele dem Teufel verkauft. Diese Leute haben ihren Reichtum durch Sklaverei, Völkermord (Urvölker) und Landraub angehäuft und ihre Nachkommen sind keinen Deut besser. Sie provozieren und inszenieren Kriege um am Leid der Menschen zu verdienen.
          Nein ich möchte auch nicht tauschen mit solchen Individien. Sie tun mir leid, da sie wahrscheinlich ihre gerechte Strafe in der Hölle (nennen wir es halt so) bekommen werden.