Das nächste Afghanistan: Clinton bezeichnet Mali als „sicheren Hafen für Terroristen“

So beginnen normalerweise US-Interventionen: Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton sieht Mali als Hochburg und Rückzugsraum für Terroristen. Amerika brauche eine neue Strategie für Nordafrika.

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Wenn die Amerikaner eine Region als „sicheren Hafen für Terroristen“ bezeichnen, sind die Bomben nicht weit: US-Außenministerin Hillary Clinton sieht in Mali einen solchen Ort und kündigt eine Militärattacke „neue Strategie“ der USA für Nordafrika an. Die Terroristen stellten eine Bedrohung für die Stabilität der Welt dar. Seit der Befreiung Libyens gelangten immer wieder Waffen in die Krisenregion (warum wurde Libyen dann eigentlich befreit?).

Die Amerikaner sind seit geraumer Zeit in Mali (hier), um die Regierung beim Kampf gegen die Rebellen zu unterstützen. Die Islamisten ihrerseits haben in Mali ein besonders grausames Regime der Scharia errichtet (hier).

Wie genau die Maßnahmen der Amerikaner aussehen werden, sagte Clinton nicht. Die französischen Truppen stellen sich jedenfalls auf einen langen Kampf ein. Präsident Francois Hollande dürfte eine stärkere Unterstützung durch die Amerikaner willkommen sein, zumal die Franzosen nicht besonders erfolgreich agieren. Der französische Außenminister Laurent Fabius sagte dagegen im DLF, dass es ohne Militäreinsatz zu einem „terroristischen Staatsaufbau in Mali“ gekommen wäre: „Deshalb galt es, diesem Vorstoß zu begegnen, und das einzige Land, das die Fertigkeiten hatte, dies zu tun, waren eben die Franzosen. Wir wollen jetzt die afrikanischen Länder nach und nach mit einbeziehen.“


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