Unruhe im Bondmarkt: Zinsen für US-Staatsanleihen steigen überraschend

Die Zinsen für zehnjährige US-Staatsanleihen sind am Montag so hoch gestiegen wie seit April 2012 nicht mehr. Hält dieser Trend an, bedeutet dies höhere Zinskosten für die US-Regierung. Doch diese kann schon die derzeit niedrigen Zinsen nur mithilfe immer neuer Schulden finanzieren.

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Die US-Regierung muss auf ihre Staatsanleihen historisch niedrige Zinsen zahlen. Da die USA Schulden in Höhe von mehr als 16 Billionen Dollar haben, könnte ein Anstieg der Zinsen sogar den Staatsbankrott auslösen. Denn schon bei den derzeit extrem niedrigen Zinsen kommt die US-Regierung nicht ohne Defizite von einer Billion Dollar pro Jahr aus.

Am Montag erreichten nun die Zinsen für zehnjährige US-Staatsanleihen das erste Mal seit April 2012 wieder die Höhe von 2 Prozent. Auch die Zinsen für zweijährige Staatsanleihen stiegen auf 0,28 Prozent und die Zinsen für 30-jährige Anleihen auf 3,16 Prozent. Auch für deutsche zehnjährige Staatsanleihen stiegen heute die Zinsen auf 1,7 Prozent.

Rating-Agenturen wie Egan-Jones, die darauf hingewiesen haben, dass es um die Kreditwürdigkeit der USA nicht gut bestellt ist, werden von den US-Behörden zu Schweigen gebracht (mehr hier). Doch auch unabhängig vom Kreditrisiko besteht die Frage, wie lange die Investoren sich noch mit den Minimalzinsen zufrieden geben werden. Denn diese gleichen bei weitem noch nicht einmal die Inflation aus.


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