Automobil-Zulieferer vor dramatischem Wandel: Flexible Jobs werden die Regel

Während die Auto-Hersteller in Europa Überkapazitäten aufweisen, haben die Zulieferer die Marktbereinigung schon hinter sich. Auf den zunehmenden Konkurrenz-Druck reagieren die Unternehmen damit, dass eine dauerhafte Vollzeit-Beschäftigung für die Arbeiter nicht mehr die Regel darstellt.

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Die Verkaufszahlen für Autos und Nutzfahrzeuge in Europa sind massiv eingebrochen (mehr hier), und die großen Hersteller müssen ihre Produktion in Europa entsprechend zurückfahren. Von diesem Rückgang sind auch die Zulieferer betroffen. Sie sind allerdings deutlich besser auf die Rezession vorbereitet als die großen Auto-Hersteller.

Auch in den Jahren 2008 bis 2009 war die Nachfrage über Nacht eingebrochen, was bei den Zulieferern viele Insolvenzen und Entlassungen zur Folge hatte. Doch diese Marktbereinigung kommt der Branche nun zugute. „Wir sehen bei den Zulieferern nicht die Überkapazitäten, von denen die Auto-Hersteller betroffen sind, da diese Kapazitäten 2008 bis 2009 angepasst wurden“, zitiert die FT den Bosch-Manager Bernd Bohr.

Die europäischen Auto-Zulieferer beschäftigen 5 Millionen Menschen. Viele Unternehmen haben die Massenproduktion zurückgefahren und konzentrieren sich auf anspruchsvollere Technologien wie Sicherheit, Treibstoff-Effizienz und Informationssysteme, so die FT. Auch orientieren sie sich zunehmend international. Denn anders als in Europa wachsen die Autoverkäufe weltweit. Große Zulieferer wie Bosch und Continental haben ihre Produktion in den USA, China und Korea ausgebaut, um die Nachfrage dort zu bedienen.

Trotz ihrer im Vergleich zu den Auto-Herstellern guten Lage müssen die Zulieferer ihre Kosten fest im Griff behalten. Bosch will seine Fixkosten auf den Prüfstein legen und seine Ausgaben einschränken, zitiert die FT das Unternehmen. Es hat bereits die Arbeitszeiten hunderter Arbeiter gekürzt. Auf diese Weise kann Bosch der schwächeren Nachfrage nach seinen Diesel-Systemen in Südeuropa begegnen.

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