Bankenkrise: London untersucht Derivat-Geschäfte

Am Donnerstagvormittag verzeichneten einige europäische Bankaktien deutliche Verluste. Darunter ist auch die deutsche Commerzbank. Der Grund: Die Finanzmarktaufsicht in London ist wegen der Derivaten-Krise nervös.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Aktuell:
Den Deutschen geht das Geld aus: Einzelhandel mit deutlichem Minus

Der wichtigste britische Aktienindex FTSE 100 fiel am Donnerstagmorgen zurück unter die Marke von 6.300. Grund für das Minus sind vor allem Bankaktien, die zum Teil starke Verluste verzeichneten. RBS sank um 3 Prozent und Barclays um 1,5 Prozent. Die Verluste könnten mit einer Überprüfung des Verkaufs von Zinsderivaten durch die britische Finanzaufsicht (FSA) zu tun haben, vermutet City A. M. Auf dem Derivaten-Markt tickt eine 700-Billionen-Zeitbombe (mehr hier).

Auch der Kurs der deutschen Commerzbank fiel am Donnerstagvormittag um 3 Prozent. Verluste verzeichneten ebenfalls die französische Société Générale (-1,5 Prozent) und die italienische Unicredit (-1,7 Prozent). Die Deutsche Bank meldete am Freitag überraschend eine Quartalsverlust (mehr hier), und auch Santander hat Milliarden Euro mit faulen Krediten verloren (mehr hier).

Weitere Themen
Derivate: Erste Explosionen im Umfeld der 638-Billionen Dollar Bombe
Milliarden-Verlust bei der Deutschen Bank: Es wird kritisch für die Steuerzahler
Bankenkrise: Santander verliert 12,6 Milliarden mit faulen Krediten

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***


media-fastclick media-fastclick