Arbeitslosigkeit und Korruptionsverdacht treiben Zinsen für spanische Anleihen in die Höhe

Im Januar hat die Arbeitslosigkeit in Spanien einen neuen Rekordwert erreicht. Fast fünf Millionen Menschen sind ohne Arbeit. Dies und die drohende politische Instabilität aufgrund der Korruptionsvorwürfe gegen Rajoy lassen die Kreditkosten für Spanien wieder steigen.

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Die Situation in Spanien spitzt sich zu. Wie das spanische Arbeitsministerium am Montag mitteilte, stieg die Arbeitslosigkeit im Januar auf einen neuen Rekordwert von 4,98 Millionen. Im Vergleich zu Dezember erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 132.000.

Gegenüber Dezember stieg die Zahl der Arbeitslosen im Januar um 132.000 (Grafik: El Mundo).

Gegenüber Dezember stieg die Zahl der Arbeitslosen im Januar um 132.000 (Grafik: El Mundo).

Angesichts der sich verschlimmernden Rezession, der steigenden Arbeitslosigkeit und der harten Sparmaßnahmen wächst der Unmut in der spanischen Bevölkerung stetig. Am Wochenende gab es erneut Massenproteste in mehreren spanischen Städten. Die Demonstranten forderten den Rücktritt des spanischen Premiers (mehr hier). Die aktuellen Korruptionsvorwürfe gegenüber Rajoy haben für viel Aufmerksamkeit gesorgt.

Die Investoren reagierten am Montag prompt auf die aktuellen Arbeitslosenzahlen Spaniens. Die zunehmenden Proteste, die Korruptionsvorwürfe und die wachsende Unzufriedenheit drohen, die politische Stabilität des Landes zu gefährden. Entsprechend stiegen die Zinssätze für zehnjährige, spanische Anleihen um 11 Basispunkte von 5,21 auf 5,34 Prozent.

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