Banken-Krise: Faule Kredite europäischer Banken auf Rekordhoch

Die notleidenden Kredite stiegen innerhalb nur eines Jahres um zehn Prozent auf 918 Milliarden Euro an. Vor allem spanische und italienische Geldinstitute seien davon betroffen, so Ernst & Young. Die deutschen Banken haben faule Kredite in Höhe von 200 Milliarden Euro in ihren Bilanzen.

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Die Rezession in Europa und die zunehmende Arbeitslosigkeit hat innerhalb nur eines Jahres zu einem rasanten Anstieg der faulen Kredite in den Bilanzen der europäischen Banken geführt. Derzeit verzeichnen sie Kredite im Wert von 918 Milliarden Euro in ihren Büchern, so eine Studie von Ernst & Young. Das entspricht 7,6 Prozent der gesamten verliehenen Kreditsumme und einem Anstieg der faulen Kredite um zehn Prozent gegenüber 2012.

Besonders gefährlich ist die Situation bei den italienischen und spanischen Banken. In Spanien erreichten die faulen Kredite 15,5 Prozent der Kreditsumme, in Italien 10,2 Prozent. Bei den deutschen Banken wiesen die faulen Kredite einen Anteil von 2,7 Prozent auf. Ernst & Young geht jedoch davon aus, dass die deutschen Banken ihre faulen Kredite in Höhe von 200 Milliarden Euro  in diesem Jahr auf 183 Milliarden Euro reduzieren werden.

Angesichts dieser Zahlen wird deutlich, wie angeschlagen die südeuropäischen Banken sind. In Spanien dürften die faulen Kredite in diesem Jahr Ernst & Young zufolge sogar von 191 auf 247 Milliarden Euro weiter ansteigen – in Italien von 277 auf 232 Milliarden Euro. Müssen diese abgeschrieben werden, drohen den Banken massive Verluste, die sowohl in Italien als auch in Spanien die aktuelle Krisensituation extrem verschärfen würde. Zusätzlich dazu stehen die europäischen Banken derzeit vor der Herausforderung, die von der EZB aufgenommenen Kredite zurückzuzahlen (mehr hier). Anfang Februar nutzten die europäischen Banken sogar die Geldschwemme der Fed, um sich einen Finanz-Puffer zu verschaffen (hier).


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