Neuer Verkaufstrick der Banken: „Klimaschutz“-Papiere

Mit sogenannten „ethischen Geldanlagen“ versuchen die Banken, den Kunden ein gutes Gefühl bei ihrer Vermögensanlage zu geben. Tatsächlich sind die meisten Papiere nichts anderes als Marketing-Tricks.

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Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg warnt vor sogenannten „ethischen Geldanlagen“. Hier wird den Kunden von den Banken versprochen, dass das Geld besonders moralisch angelegt wird.

Wer tatsächlich glaubt, man könne sein Geld nach moralischen Kriterien investieren, sollte sich jedoch einmal sicherheitshalber genau informieren. Nils Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg sagte dem DLF: „In vielen Bereichen muss man schon sagen, dass es sich um Marketinggags handelt. Beispiel dafür ist, wenn Investmentfonds mit dem Siegel Nachhaltigkeit oder klimafreundlich oder ökologisch werben, aber bei näherer Betrachtung da Aktien oder Unternehmen oder Unternehmensanleihen drinstecken, die eigentlich mit Nachhaltigkeit überhaupt nichts am Hut haben, das liegt daran, dass dieser Begriff nicht gesetzlich geschützt ist. Also die Anbieter können verschiedene Produkte als klimafreundlich bezeichnen, ohne dass da irgendeine Institution draufguckt, um zu prüfen, ist auch wirklich das drin, was draufsteht.“

Auch keinen moralisch besonders neuen Kriterien entspricht die Sicherheit der Papiere. Nauhauser sagte, dass es für die Papiere keine Einlagensicherung gebe: „Also falls diese Genossenschaft dann keine Erträge abwirft, oder wenn es da aufgrund von irgendwelchen Kostenentwicklungen dazu kommt, dass sogar Verluste erwirtschaftet werden, dann sind die Anleger daran beteiligt.“

Unter Nachhaltigkeit muss man in diesem Zusammenhang also verstehen, dass vor allem der Totalverlust eines mit dem Etikett „Klimaschutz“ versehenen Papieres besonders nachhaltig – weil vollständig – sein kann.

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