Saxo-Bank: „Der Euro ist wegen Frankreich zum Untergang verurteilt“

Der CEO der dänischen Saxo-Bank ist der Auffassung, dass der Euro nicht zu retten ist. Im Moment lügen sich die Politiker mit „Schein-Lösungen“ in die Tasche. Die europäischen Volkswirtschaften seien nicht mit einer Währung zu steuern. Wenn es in Frankreich kracht, sei das Spiel aus.

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Lars Seier Christensen von der dänischen Saxo-Bank gibt dem Euro keine Chance. (Foto: politiken)

Lars Seier Christensen von der dänischen Saxo-Bank gibt dem Euro keine Chance. (Foto: politiken)

Klare Worte von Lars Seier Christensen, dem Chef der dänischen Saxo-Bank. Christensen sagte dem Nachrichtendienst Bloomberg: „Die ganze Sache mit dem Euro ist zum Untergang verurteilt. Im Moment haben wir eine dieser Scheinlösungen, wo die Leute glauben, das Problem ist gelöst. Es ist ganz und gar nicht gelöst.“ Jeder vernünftig denkende Mensch müsste mit Verkäufen des Euro beginnen, wenn die europäische Währung 1,40 Dollar erreicht hat. Aktuell steht der Euro bei 1,33 Dollar. Christensen sagte, dass seine Bank nicht gegen den Euro spekuliere.

Das größte Problem ist nach Ansicht von Christensen Frankreich: „Die Leute haben in dramatischer Weise unterschätzt, welche Probleme die Franzosen mit dem starken Euro haben. Wenn Frankreich voll in die Krise rutscht, ist es vorbei. Nicht einmal die Deutschen können für die Franzosen zahlen, und sie werden es vermutlich auch nicht tun.“ Frankreich befindet sich bereits mitten in einer heftigen Rezession, in Italien sind die aktuellen Zahlen noch schlechter.

Christensen hält eine Spaltung der Euro-Zone für einen möglichen Ausweg: „Eine Möglichkeit wäre, dass man einige jener Länder los wird, die jetzt vom starken Euro ruiniert werden, vor allem jene in Südeuropa.“

Grund für den Niedergang des Euro sein die Tatsache, dass „die Politik den Euro ausschließlich aus politischen Gründen gestützt hat, und nicht aus wirtschaftlichen Gründen“.

Die Saxo-Bank, deren Mehrheitseigentümer Christensen mit einem Partner ist, musste im vergangenen Jahr einen heftigen Gewinneinbruch hinnehmen. Schon zu Jahreswechsel hatte die Bank vorhergesagt, dass 2013 das Jahr der großen Krisen sein werde (mehr hier).

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