Griechenland: Steuerprüfer hinterziehen Steuern

Circa 130 griechische Steuerprüfer haben Bankkonten im Ausland und stehen im Verdacht, selbst Steuern hinterzogen zu haben. Indes bleiben die Steuereinnahmen weit hinter den von der Regierung gesetzten Zielen zurück, die nun weiter kürzen will.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Circa 130 griechische Steuerprüfer haben private Bankkonten im Ausland. Ein Bericht des IWF und der EU sagt nun, dass die Steuerfahnder selbst Steuern hinterziehen könnten, berichtet EU Observer. Zudem habe die Regierung das System der Steuererhebung nicht reformiert, wie es die Troika im Rahmen des Bailouts von Griechenland gefordert hatte. Daher sei das System weiter anfällig für Korruption, so der Bericht

Mehr als die Hälfte der Steuerprüfer sind älter als 50 Jahre. Ihr Gehalt und ihre Arbeitsbedingungen sind schlecht. In manchen Fällen haben sie keinen eigenen Schreibtisch, so der Bericht.

Im letzten Jahr nahm Griechenland nur 1,1 Milliarden Euro an überfälligen Steuern ein und verfehlte damit sein Ziel von 2 Milliarden Euro. Das Land muss noch Steuern in Höhe von 55 Milliarden Euro eintreiben, doch viele der säumigen Unternehmen sind pleite.

Der griechische Finanzminister Yannis Stournaras sagte zu den Vorwürfen, dass „eine Menge passiert“ sei seit Januar, als der Bericht verfasst wurde. „Wir untersuchen alles genau, und unter Einbeziehung des Berichts werden wir weitermachen“, zitiert ihn der EU Observer.

Die EU-Kommission erwartet, dass Griechenland im laufenden Jahr das größte Defizit in der EU verzeichnen wird (mehr hier). Premier Antonis Samaras will die geringen Staatseinnahmen durch weitere Kürzungen ausgleichen. Dies gilt jedoch nicht für die Manager des griechischen FSF, die seit Februar ein jährliches Gehalt von 100.000 Euro erhalten (mehr hier).

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick