Frankreich: Straßenschlacht nach Protesten um Werksschließung

Bei der Schließung der Goodyear-Reifenfabrik in Amiens ist es zu schweren Zusammenstößen zwischen der Polizei und aufgebrachten Arbeitern gekommen. Zuvor waren die letzten Verhandlungen mit der Gewerkschaft geplatzt.

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Die Automobilbranche in Frankreich ist so stark gebeutelt, dass sich der amerikanische Reifenhersteller Goodyear entschieden hat, ein Werk in Amiens zu schließen. 1.200 Mitarbeiter sind davon betroffen. Die Mitarbeiter des Werks protestierten am Donnerstag genau aus diesem Grund. Als die Demonstranten versuchten, die französische Zentrale des Konzerns zu stürmen, arteten die Proteste in eine regelrechte Straßenschlacht aus.

Die Demonstranten attackierten die Polizisten vor Ort mit brennenden Autoreifen und Wurfgeschossen. Woraufhin die Polizisten Tränengas und Schlagstöcke einsetzten. Den französischen Behörden zufolge wurden bei den Ausschreitungen 19 Polizisten und auch Demonstranten verletzt.

Goodyear gab als Grund für die Schließung geplatzte Verhandlungen mit den Gewerkschaften an. Die französische Regierung hatte mehrmals versucht, einen neuen Investor für das Werk, das Reifen für die Landwirtschaft herstellt, zu finden. Auch der US-Reifenhersteller Titan wurde von der Regierung angefragt. Da sich Frankreich jedoch nicht für staatliche Hilfen bei der Übernahme ausgesprochen hatte, attackierte der Chef von Titan die französischen Arbeitnehmer des Werks in einem bitteren Brief an den französischen Industrieminister Arnaud Montebourg (mehr hier).

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