Wahlkampf: SPD lässt sich von BMW die Autos schenken

Ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl hat BMW der SPD Autos im Wert von mehr als 100.000 Euro gespendet. Doch auch die anderen Parteien erhalten regelmäßig Großspenden von Konzernen und Verbänden. Nur die Linke lehnt dies ab.

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Die SPD hat vom Autohersteller BMW eine Großspende im Wert von 107.376 Euro erhalten. Das geht aus Angaben der Verwaltung des Bundestags hervor, berichtet der Stern. Bereits im Februar hatte BMW der FDP eine Autospende im Wert von 69.081 Euro zukommen lassen. Ein BMW-Sprecher sagte, es handle sich um kostenlose Fahrzeugüberlassungen.

Schon 2012 spendete das bayerische Automobil-Unternehmen den deutschen Parteien hohe Beträge. Die CDU erhielt Sachspenden im Wert von 57.048 Euro, die CSU 141.500 Euro, die FDP 59.024 und die SPD 109.472 Euro. Die höchste Großspende an die SPD kam im vergangenen Jahr allerdings von Daimler. Der BMW-Konkurrent spendete 150.000 Euro an die Sozialdemokraten.

Großspenden im Wert von mehr als 50.000 Euro müssen dem Bundestagspräsidenten nach Eingang gemeldet werden. Im vergangenen Jahr lagen die Großspenden bei circa 1,5 Millionen Euro. Am meisten Geld aus Großspenden bekam die CSU. Mit 320.000 Euro vom Verband der bayerischen Metallindustrie erhielt die Partei auch die höchste Einzelspende.

Auch die Grünen konnten sich 2012 über eine Großspende freuen. Sie erhielten 60.000 Euro vom Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg. Nur die Linke als einzige im Bundestag vertretene Partei lehnt Großspenden generell ab.

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