Fitch senkt Italien-Rating auf BBB+

Die Ratingagentur Fitch hat Italiens Rating von A- auf BBB+ herabgesetzt. Das Ergebnis der Parlamentswahl mache die Bildung einer stabilen Regierung unwahrscheinlich. Diese sei ein weiterer Schock für die Realwirtschaft inmitten einer tiefen Rezession.

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Die Ratingagentur Fitch hat Italiens Rating von A- auf BBB+ herabgesetzt. Der Ausblick ist negativ.

Fitch begründet die Entscheidung mit dem Ergebnis der Parlamentswahlen am 24. und 25. Februar. Dies mache eine stabile Regierungsbildung in den kommenden Wochen unwahrscheinlich. „Die zunehmende politischen Unsicherheit und der Rückschlag für strukturelle Reformmaßnahmen stellen einen weiteren Schock für die Realwirtschaft dar inmitten einer tiefen Rezession“, so Fitch.

Italiens Rezession sei eine der schlimmsten in Europa. Für 2013 erwartet Fitch einen Rückgang der Wirtschaft um 1,8 Prozent. Hinzu komme der unerwartete Anstieg der Arbeitslosigkeit (mehr hier).

Im laufenden Jahr werde die Staatschuldenquote Italiens auf 130 Prozent anwachsen, so Fitch.

Doch unter anderem aufgrund der nur moderaten Schulden des italienischen Privatsektors stuft Fitch das Land nicht weiter als BBB+ herunter. Zudem habe Italien Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung gemacht und 2012 ein Defizit von nur 3 Prozent verzeichnet. Für das laufende Jahr erwartet Fitch ein Defizit von 2,5 Prozent.

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