Euro: Jeder vierte Jugendliche in Europa ist arbeitslos

Die Arbeitslosenquote der Eurozone lag im März bei 12,1 Prozent. Vor allem die Jugendarbeitslosigkeit ist erneut stark angestiegen und liegt nun bei 24 Prozent.

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Die Arbeitslosenquoten für die Eurozone und die EU haben mit 12,1 Prozent beziehungsweise 10,9 Prozent neue Rekordstände erreicht. (Grafik: Eurostat)

Die Arbeitslosenquoten für die Eurozone und die EU haben mit 12,1 Prozent beziehungsweise 10,9 Prozent neue Rekordstände erreicht. (Grafik: Eurostat)

Die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit der Eurozone lag im März so hoch wie nie zuvor. Dies offenbart das wahre Ausmaß der wirtschaftlichen Rezession – vor allem im Süden des Kontinents.

Mit einer Quote von 12,1 Prozent hat die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ein neues Rekord-Hoch erreicht, berichtet Eurostat. Im Vergleich zum Februar stieg die Zahl der Arbeitslosen um 62.000 auf 19,2 Millionen an. Deutschland ist mit einer Quote 5,4 Prozent das Land mit der zweitniedrigsten Arbeitslosigkeit nach Österreich mit 4,7 Prozent. Die höchsten Quoten melden Griechenland (27,2 Prozent im Januar), Spanien (26,7 Prozent) und Portugal (17,5 Prozent).

Auch in Zypern ist ein massiver Anstieg der Arbeitslosigkeit zu beobachten. Derzeit liegt sie bei 14,2 Prozent, ein Anstieg von mehr als 3 Prozent innerhalb nur eines Jahres.

Besonders stark ist die Jugendarbeitslosigkeit angestiegen. Im März lag sie bei 24 Prozent, im Februar hatte sie noch bei 22,5 Prozent gelegen. In Griechenland (59,1 Prozent) und Spanien (55,9 Prozent) sind mehr als die Hälfte der jungen Arbeitssuchenden ohne Job. Doch auch die Quoten in Italien (38,4 Prozent) und Portugal (38,3 Prozent) sind extrem.

Die anhaltende Rezession in der Eurozone wird die Situation am europäischen Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten noch dramatischer werden lassen. Selbst das Zugpferde der europäischen Wirtschaft, Deutschland, ist nicht mehr in der Lage wirklich Wachstum zu generieren. Dies macht eine erneute Senkung des Leitzinses immer wahrscheinlicher.

Tatsächlich liegt die Zahl der Menschen ohne Arbeit in der Eurozone noch deutlich höher, als es die Arbeitslosenstatistik von Eurostat vermuten lässt. Viele Geringverdiener sind auf mehrere Jobs angewiesen, um sich auch das Existenzminimum zu sichern.

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