Hohes Risiko: Commerzbank pokert weiter mit giftigen Schifffahrtsfonds

Der Aktienkurs der Commerzbank brach am Mittwoch zwischenzeitlich um 4 Prozent ein. Hintergrund sind Spekulationen, die Bank habe Probleme, ihre Schiffskredite loszuwerden. Die Bank hat Angst vor Verlusten und will daher weiter gambeln.

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Die Commerzbank will sich mit dem Abbau ihrer giftigen Schiffskredite im Umfang von mehr als 18 Milliarden Euro Zeit lassen. Sie spekuliert auf eine Verbesserung auf dem Schifftsmarkt.

An der Strategie für den Abbau von Schiffskrediten habe sich nichts geändert, zitiert Reuters den verantwortlichen Commerzbank-Banker Stefan Otto. „Wir wollen die Portfolien wertschonend und über die Zeit abbauen.“ Die Commerzbank reagierte damit auf Spekulationen, sie habe Probleme, ihre Schiffskredite loszuwerden.

An der Börse wurde spekuliert, die fälligen Abschreibungen könnten in diesem Bereich die Eigenkapitaldecke der Commerzbank angreifen. Circa ein Viertel dieser Kredite gelten als ausfallgefährdet.

Die Spekulationen drückten den Kurs der Commerzbank-Aktie am Mittwoch zwischenzeitlich um bis zu 4 Prozent. Er schloss mit einem Minus von circa 2 Prozent, während der Dax ein Plus von 1,6 Prozent verzeichnete.

Um die Schiffe nicht zu schnell verkaufen zu müssen, hatte die Commerzbank kürzlich die Auffanggesellschaft Hanseatic Ship Asset Management ins Leben gerufen. Diese kann die Schiffe über eine gewisse Zeit weiter in Betrieb halten, wenn deren Eigentümer nicht mehr zahlen können. Die Commerzbank kann mit dem Verkauf der Schiffe warten, bis sich die Lage auf dem Schiffsmarkt wieder bessert hat.

Das deutsche Finanzsystem ist keineswegs stabil. In den Bilanzen der Bad-Banks und in bankeninternen Abteilungen schlummern faule oder nicht mehr liquide Vermögenswerte im Umfang von fast 600 Milliarden Euro (mehr hier).

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