Siemens will 1.700 Stellen in Deutschland abbauen

Die Energiesparte macht Siemens zu schaffen. Nach dem Millionen-Desaster bei der Solarthermie hat die Geschäftsführung nun beschlossen, weitere Stellen im Energiesektor abzubauen. Überwiegend in Deutschland werden Arbeitsplätze gestrichen.

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Aus Managerkreisen wurde bekannt, dass Siemens seine Energiesparte verkleinern will. Der Konzern will 1.700 Stellen streichen, berichtet die Wirtschaftswoche. Die wegfallenden Arbeitsplätze betreffen die Standorte in Erlangen und Offenbach sowie Mühlheim an der Ruhr. Aus Insiderkreisen heißt es, allein in Mühlheim an der Ruhr sollen 140 Stellen abgebaut werden.

Siemens muss Kürzungen vornehmen. Konzern-Chef Peter Löscher will eine Rendite von zwölf Prozent erreichen. Bis 2014 will er dafür sechs Milliarden Euro sparen. Noch im Dezember hat Siemens angekündigt, nur 1.100 Arbeitsplätze Im Energiebereich streichen zu wollen. Warum es jetzt 1.700 Arbeitsplätze – immerhin fast ein Drittel mehr –  sind, bleibt unklar. Konzernweit könnten sogar bis zu 12.000 Arbeitsplätze wegfallen.

Denn auch im Ausland muss sich Siemens verkleinern. Der Ausstieg aus der unrentablen Solarthermie kostet nicht nur 280 Arbeitsplätze in Israel, sondern bedeutet auch einen Verlust von 300 Millionen Euro (mehr hier). Im Zuge der Energiewende ist das Geschäft mit konventionellen Gas- und Dampfkraftwerken – einst eine tragende Säule für Siemens Energy-Sparte – eingebrochen.

Löscher steht unter Druck. Durch Verzögerungen bei der Auslieferung der ICEs an die Deutsche Bahn im vergangenen Jahr und die Verluste beim Leuchtmittelhersteller Osram muss er sich auf der nächsten Hauptversammlung verantworten. Ob Löscher seine zweite Amtszeit beenden kann, ist angesichts der Bilanz des Konzern-Chefs unklar.

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