Steuergeld für die Samwer-Brüder: Zalando kassiert Millionen-Subventionen

Der Online-Shop Zalando erhielt in den letzten Jahren staatliche Fördergelder im Umfang von circa 3,3 Millionen Euro. Das Geld floss zur Förderung strukturschwacher Regionen in Ostdeutschland. Warum ein privater Online-Händler Steuergelder bekommen muss weiß niemand.

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Der Online-Shop Zalando ist einer der größten Subventions-Empfänger im deutschen Einzelhandel. Nur Konkurrent Otto erhält noch mehr staatliche Fördergelder.

Von 2007 bis 2012 hat Zalando circa 3,3 Millionen Euro zur Wirtschaftsförderung strukturschwacher Regionen erhalten, zitiert die Bild-Zeitung Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums. Für dieses Jahr hat Zalando weitere Fördergelder beantragt.

Zalando bestätigte die Zahlungen. Die Fördergelder seien vor allem für den Ausbau der Firmenzentrale in Berlin genutzt und dort notwendige Investitionen genutzt worden. Auch der Umbau des Logistikstandorts im brandenburgischen Brieselang sei subventioniert worden.

Unter den deutschen Einzelhändlern gibt es nur einen noch größeren der Subventionsempfänger. Die Otto-Unternehmensgruppe erhielt im selben Zeitraum 8,9 Millionen Euro. Die Subventionen sind „für Aufbau und Modernisierung von Warenlagern in strukturschwachen Regionen“ geflossen. In Sachsen-Anhalt seien damit mehr als 3.000 Arbeitsplätze geschaffen worden.

Zalando machte im vergangenen Jahr 1,2 Milliarden Euro Umsatz, so n-tv. Das ist doppelt so viel wie noch 2011. Trotzdem schreibt das Unternehmen weiter rote Zahlen. Der Wert der Firma liegt bei drei Milliarden Euro.

Die Samwer-Brüder sind in ihren Unternehmung vor allem daraus aus, mit fremdem Geld und billigen Arbeitskräften Gebilde, die sie in kurzer Zeit aufbauen, in noch kürzerer Zeit wieder zu verkaufen (mehr zu diesem eigenartigen Geschäftsmodell – hier).

Warum sogar für solche Interessen in Deutschland der Steuerzahler herangezogen wird, kann niemand mit einer vernünftigen Begründung erklären.

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