Trotz Krise: Goldschmuck boomt in Deutschland

Im zweiten Quartal wurden weltweit 53 Prozent mehr Goldschmuck, Goldmünzen und Goldbarren gekauft als ein Jahr zuvor. Vor allem Chinesen und Inder, doch auch die Deutschen nutzten die niedrigen Preise.

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Aufgrund des Preisrückgangs seit April ist die Nachfrage nach physischem Gold weltweit angestiegen. Vor allem die Konsumenten in Asien haben massiv zugegriffen.

Im zweiten Quartal lag die Nachfrage nach Goldschmuck bei 576 Tonnen nach 421 Tonnen ein Jahr zuvor, berichtet der World Gold Council. Das ist ein Anstieg um 37 Prozent. In China und Indien, den größten Märkten für Goldschmuck, lagen die Zuwachsraten sogar über 50 Prozent.

Die Investitionen in Barren und Münzen stiegen weltweit um 78 Prozent und lagen erstmals oberhalb von 500 Tonnen in nur einem Quartal. In China und Indien lagen die Zuwächse bei 157 Prozent beziehungsweise 116 Prozent. Auch die Erhöhung der Goldimport-Steuer konnte die enorme Nachfrage der Inder kaum bremsen (mehr hier).

Die deutschen Konsumenten kauften im zweiten Quartal Schmuck, Münzen und Barren im Umfang von 40,7 Tonnen. Das ist ein Anstieg um 21,2 Prozent zum Vorjahresquartal.

Nimmt man Goldschmuck, Barren und Münzen zusammen, ergibt sich ein Nachfrage-Plus von 53 Prozent. Die Konsumenten kauften im zweiten Quartal 1.083 Tonnen physisches Gold. Das ist mehr als im gesamten Jahr 2009.

Auch die Zentralbanken waren erneut Nettokäufer. Sie erwarben 71 Tonnen Gold und setzten somit einen Trend fort, der im ersten Quartal 2011 begann. Die Deutsche Bundesbank hingegen hält ihre Bestände seit 1999 fast konstant (hier).

Das Recycling von Gold ging um 21 Prozent zurück. Die Minen-Produktion stieg leicht um vier Prozent.

Im ersten Halbjahr 2013 wurden 913,2 Tonnen Gold in Form von Münzen und Barren verkauft. (Grafik: World Gold Council)

Im ersten Halbjahr 2013 wurden 913,2 Tonnen Gold in Form von Münzen und Barren verkauft. (Grafik: World Gold Council)

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