US-Whistleblower Manning zu 35 Jahren Haft verurteilt

Ein US-Militärgericht hat den Whistleblower Bradley Mannung zu einer Haftstrafe verurteilt. 36 Jahre soll er nun ins Gefängnis, dafür, dass er Hunderttausende Geheimpapiere an die Wikileaks weitergeleitet hat.

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Ende Juli war Whistleblower Bradley Mannin wegen Spionage verurteilt worden. In 20 Fällen war er für schuldig befunden worden – aber nicht in dem Vorwurf, dass er den Feind unterstützt habe. Eigentlich hätten ihm nun trotz der massiven Proteste gegen seine Verurteilung bis zu 136 Jahre Haft gedroht. Am Mittwoch hat ihn nun die Militär-Richterin Denise Lind in Fort Meade zu einer Gefängnisstrafe von 35 Jahren verurteilt.

Die insgesamt 1.294 Tage /rund dreieinhalb Jahre), die er bereits in Haft sitzt, werden ihm angerechnet, so CNN. Die Richterin hat den besonders schweren Bedingungen, die Manning in Untersuchungshaft auszuhalten hatte, damit Rechnung getragen.

Etwa 750.000 geheime Dokumente soll der Whistleblower an Wikileaks weitergegeben haben. Seit 2010 sitzt er in Untersuchungshaft.

Erst kürzlich erhielt Manning den Sean-McBride-Preis des Internationalen Ständigen Friedensbüros, da auf Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit aufmerksam gemacht hat (hier).

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