Konsumenten-Preise in Griechenland fallen massiv

Die griechischen Konsumenten-Preise sind im Oktober um 2 Prozent zurückgegangen. Dies ist die stärkste Deflation seit über 50 Jahren. In der gesamten Eurozone liegt die offizielle Inflationsrate derzeit mit 0,7 Prozent so niedrig wie seit vier Jahren nicht mehr.

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Die Konsumenten-Preise in Griechenland sind im Oktober so stark wie seit 1962 nicht mehr zurückgegangen. Wie die Statistikbehörde des Landes am Freitag mitteilte, verbilligten sich die Preise im Jahresvergleich um 2 Prozent und damit stärker als erwartet. Im September hatte das Minus noch 1,1 Prozent betragen.

Griechenland steckt seit Jahren in einer tiefen Rezession. Auch Lohnkürzungen (mehr hier) und Überkapazitäten in der Wirtschaft haben zu sinkenden Preisen geführt.

Damit könnten die griechischen Unternehmen aber wettbewerbsfähiger werden. Derzeit brechen sie unter der massiven Steuerlast zusammen. Insgesamt schulden sie dem Staat knapp 40 Milliarden Euro (mehr hier).

In der Eurozone insgesamt stiegen die Preise im Oktober um 0,7 Prozent und damit so langsam wie seit vier Jahren nicht mehr.

Die EZB hatte am Donnerstag überraschend ihren Leitzins gesenkt. Zugleich sagte EZB-Präsident Mario Draghi eine längere Phase niedriger Inflation voraus. In Deutschland gibt es deswegen Sorgen, dass sich spekulative Preisblasen bilden könnten.

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