Krisen-Vorsorge: China kauft Gold ohne Ende

In diesem Jahr kauft niemand mehr Gold als die Chinesen. Sie überholen damit den bisherigen Spitzenreiter Indien. Tausend Tonnen Gold werden 2013 in das Land eingeführt. Damit hat China bereits jetzt mehr eingekauft als 2012.

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China ist nach Einschätzungen des World Gold Council (WGC) auf gutem Weg, in diesem Jahr Indien als weltweit größten Goldkonsument zu überholen. Im laufenden Jahr werde Indien voraussichtlich nur noch 900 Tonnen Gold importieren, anstatt der bisher veranschlagten 1000 Tonnen.

China dürfte in diesem Jahr dagegen 1000 Tonnen Gold einführen, prognostizierte der Verband in seinem Quartalsbericht, den er in Zusammenarbeit mit Thomson Reuters GFMS erstellt. Grund sind die verschärften Importregeln der Regierung in Neu Delhi.

Weltweit ging die Nachfrage nach Gold im dritten Quartal zum Vorjahr um 21 Prozent auf ein Vier-Jahres-Tief von 868,5 Tonnen zurück. Neben der sinkenden indischen Nachfrage seien dafür die Abflüsse aus den Gold-ETFs verantwortlich. Laut WGC zogen die Investoren 118,7 Tonnen aus den ETF-Fonds ab.

Doch auch die Zentralbanken verringerten ihre Goldbestände – um 17 Prozent oder 18,9 Tonnen. Dies dürfte die Preise weiter unter Druck halten. Dabei hat Gold im laufenden Jahr bereits stark an Wert eingebüßt. Am Donnerstag kostete die Feinunze 1282,66 Dollar, Ende 2012 mussten noch 1674,34 Dollar bezahlt werden.

Dem Quartalsbericht des WGC zufolge lag die Goldnachfrage aus Indien in diesem Jahr bisher mit 714,4 Tonnen unter der aus China, die 779,6 Tonnen betragen hat. Zudem haben die Chinesen bereits jetzt mehr Gold gekauft als im Gesamtjahr 2012. Dem WGC zufolge hat vor allem der starke Preisrückgang in diesem Jahr Goldschmuck und Goldmünzen für viele interessanter gemacht.

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