Bahn-Chaos: Essen kämpft gegen Einsturz-Gefahr wegen alter Stollen

Die Fernbahn in Essen ist durch den Essener Stollen gefährdet: Durch den Bergbau gibt es unter dem Bahndamm Hohlräume. Das Chaos ist ausgebrochen. Die Anfahrten von ICE und IC nach Bochum, Mühlheim und Essen werden in dieser Zeit vollständig storniert.

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Der einsturzgefährdete Essener Stollen bedarf eines verstärkten Sanierungsaufwandes. Die Bauarbeiten behindern den Zugverkehr. Auf unbestimmte Zeit wird der komplette Nah- und Fernverkehr beeinträchtigt. Die Anfahrten von ICE und IC nach Bochum, Mühlheim und Essen werden in dieser Zeit vollständig storniert.

Die Arbeiten am Esssener Bahndamm werden den Rest des Jahres andauern. Das teilte ein Expertenteam des Verkehrsdezernates der Bezirksregierung Arnsberg mit. Die Erkundung und Verfüllung der Hohlräume unter dem Damm sollen den einsturzgefährdeten Damm wieder Instand setzen. Wann die Arbeiten abgeschlossen sind und der Verkehr wieder uneingeschränkt fließen kann, lasse sich „im Moment nicht seriös schätzen“, zitiert die WAZ den Arnsberger Verkehrsdezernenten Peter Hogrebe.

Die Sanierungsarbeiten wurden nötig, nachdem sich der im 19. Jahrhundert gegrabene Stollen als Sicherheitsrisiko entpuppt hat: Bergschäden und Tagesbrüche drohen, da das Füllmaterial aus der Anfangszeit nicht dem heutigen Standard entspricht. Der Untergrund des gesamten Ruhrgebiets wurde durch den 150-jahre langen Bergbau überstrapaziert (mehr hier).

Ein von der Pressestelle der Bahn veröffentlichte Krisenfahrplan sieht unter anderem vor, dass die Hauptbahnhöfe Bochums, Essens und Mühlheims (Ruhr) nicht von ICE und IC angefahren werden. Außerdem müssten Passagiere aufgrund der Geschwindigkeitsreduzierungen mit Verspätungen von  zehn bis fünfzehn Minuten rechnen.

Die längere Bauzeit wurde notwendig, weil die Arbeit im Erdreich unter dem Damm umfangreichere Bohr- und Füllarbeiten erfordert als am vergangenen Freitag angenommen wurde. Nötig ist zu diesem Zweck das Auffüllen des Bodens mit Beton.

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