Bitcoin stürzt nach Verbot durch chinesische Zentralbank ab

Die chinesische Zentralbank hat den Finanzinstituten des Landes die Nutzung von Bitcoin untersagt. Daraufhin brach der Kurs der Internet-Währung vorübergehend um 30 Prozent ein. Dem Bürger ist die Nutzung weiterhin erlaubt. Doch die Zentralbanken kritisieren die Attraktivität der Währung für Kriminelle.

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Nach einem Einbruch auf 4.500 RMB erholte sich der Bitcoin-Kurs wieder auf 5.600 RMB. Die Währung bleibt für Bürger legal. (Grafik: BitcoinWisdom)

Nach einem Einbruch auf 4.500 RMB erholte sich der Bitcoin-Kurs wieder auf 5.600 RMB. Die Währung bleibt für Bürger legal. (Grafik: BitcoinWisdom)

Virtuelle Währungen wie Bitcoin bereiten den Notenbanken Frankreichs und Chinas Sorgen. Die Bank von Frankreich machte am Donnerstag auf Risiken der Internet-Währung aufmerksam, die von keiner Notenbank und von keinem Staat unterstützt wird. Der Kurs der Währung schwanke sehr stark. Dazu komme, dass es für die Anleger keine Garantie gebe, Bitcoin in eine reale Währung wie Euro oder Dollar zu tauschen.

Die chinesische Notenbank warnte die Kreditinstitute des Landes vor dem Einsatz und machte ebenfalls auf die Risiken aufmerksam. Eine Gefahr für das Finanzsystem stelle Bitcoin nicht dar, erklärten beiden Notenbanken. „Sie [die Bitcoins] sind aber ein finanzielles Risiko für jene, die Geld darin investiert haben“, so die Bank von Frankreich.

Als Problem sehen die Zentralbanker an, dass Bitcoin für Kriminelle attraktiv ist. Die chinesische Notenbank will gegen Geldwäsche mit Bitcoin vorzugehen. Auch Drogen, Waffen oder Bestechungsgelder können mit Bitcoin bezahlt werden.

In den vergangenen vier Wochen war der Bitcoin-Kurs um mehr als 400 Prozent auf zeitweise mehr als 1.200 Dollar in die Höhe geschnellt. Am Donnerstag gab er jedoch kräftig auf weniger als 1.000 Dollar nach.

Viele Spekulanten haben ihr Geld virtuell investiert. Allerdings könnte der Kurs rasch kollabieren, wenn sich niemand mehr finde, der die Währung kaufen wolle, warnte die Bank von Frankreich.

In China müssen sich Bitcoin-Händler nun bei den Behörden anmelden. Ganz verboten werden sollen Bitcoin für Chinas Bürger nicht. Experten gehen davon aus, dass Chinesen wichtige Marktteilnehmer sind und einen großen Anteil aller Bitcoin halten.

In China ist der Handel mit Währungen stark limitiert, der Yuan darf nur unter strengen Auflagen das Land verlassen. Die Währung Bitcoin existiert nur virtuell und wird mit Computer-Speicherkarten oder elektronisch transportiert. Sie stellt damit ein potenzielles Loch in dem eigentlich geschlossenen Geldkreislauf des Landes dar.

Der Bitcoin-Kurs erholte sich im Verlaufe des Donnerstags. Für das chinesische Volk ist die Internet-Währung weiterhin legal. Die Attraktivität ist ungebrochen. In China befindet sich die weltgrößte Online-Börse für Bitcoin der Welt. Nirgends wächst Bitcoin derzeit so stark wie in China (mehr hier).

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