Zinsen steigen: US-Schulden werden teurer

Am Freitag haben die 10-jährigen US-Staatsanleihen die 3-Prozent-Marke überschritten. Schulden-Machen wird damit für Präsident Obama teurer. Kredite dürften sich damit in den kommenden Monaten ebenfalls verteuern.

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Gold und Silber machten als Reaktion auf die höheren Zinsen für US-Staatsanleihen einen deutlichen Sprung.

Gold und Silber machten als Reaktion auf die höheren Zinsen für US-Staatsanleihen einen deutlichen Sprung.

In den USA steigen die Kosten für die Staatsschulden weiter an: Am Freitag durchbrachen die Zinsen für langfristige Treasuries erstmals die 3-Prozent-Hürde.

Die Preise für Gold und Silber reagierten sofort und stiegen signifikant an.

Der Barclays-Index für langfristige US-Staatsanleihen hat eine Gesamtrendite von minus 12,2 Prozent festgestellt. Die 10-Jahres-Rendite ist seit Januar um 1,80 gestiegen. Nachdem die Fed angekündigt hatte, die Anleihenkäufe um zehn Milliarden Dollar zu senken, ist die 10-Jahres-Rendite auf 2,80 Prozent geklettert. Viele Wall-Street-Strategen erwarten, dass die Marke von 3,50 Prozent in den kommenden Monaten erreicht oder sogar überschritten wird.

Die 10-Jahres-Anleihen-Redite ist ein Benchmark für alle Arten von verzinslichen Wertpapieren, von Hypotheken bis Unternehmensanleihe. Sie wird stark von den Kosten für festverzinsliche Wohnbau-Kredit für amerikanischen Hausbesitzer beeinflusst.

Damit deutet sich jedoch vor allem an, dass die Zinsen für Staatsanleihen weiter steigen könnten: Damit werden die Möglichkeiten Obamas reduziert, mehr Geld in den Markt zu pumpen, um etwa durch staatliche Konjunktur-Programme neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Obama muss das Geld für den Schuldendienst verwenden – die Banken machen ein gutes Geschäft, weil sie das Geld, das sie Obama leihen, für 0,00 Prozent von der Fed bekommen.

Für die amerikanischen Bürger bleibt von den neuen Krediten immer weniger übrig.

Damit ergeht es den Amerikanern wie den Griechen: Die Schuldenspirale beginnt sich zu drehen.

Das Ende ist bekannt.


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