Großbritannien kündigt hartes Sparprogramm an

Großbritannien will bei den Sozialausgaben radikale Einschnitte vornehmen. Der Abbau der Schulden sei noch lange nicht beendet. Das Wachstum reicht nicht aus, um die Schulden zu reduzieren.

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Großbritannien muss nach Einschätzung von Finanzminister George Osborne nach der Parlamentswahl im kommenden Jahr noch einmal kräftig den Rotstift ansetzen. Es seien Einsparungen im Umfang von 25 Milliarden Pfund (30 Milliarden Euro) nötig, kündigte Osborne am Montag in einem Gespräch mit BBC an. „Wir müssen Entscheidungen treffen, wo die Sparschritte erfolgen können.“ Es sei wahrscheinlich, dass die Sozialausgaben am stärksten betroffen sein würden.

Osborne wollte sich am Montag im Tagesverlauf in einer Rede in einer Autoteilefabrik zu seinen Plänen für einen kleineren Staatshaushalt äußern. Der Abbau des weiterhin großen Haushaltsdefizits ist dem Finanzminister zufolge noch lange nicht beendet, wie aus einem vorab verbreiteten Redeauszug hervorgeht. Nur wenn ausreichend eingespart werde, seien auch Steuerkürzungen möglich.

Die britische Wirtschaft wuchs vor allem dank einer starken Binnennachfrage zwischen Juli und September um 0,8 Prozent zum Vorquartal und damit stärker als die meisten großen Industriestaaten. Deutschland etwa schaffte nur ein Plus von 0,3 Prozent.

Großbritannien setzt damit den Rotstift an, um die Staatsschulden zu reduzieren. Der IWF hat erst kürzlich eine Studie vorgelegt, die genau dieser harten Einschnitte in ganz Europa verlangt – und zwar für Sozialausgaben und Sparer (mehr hier).

Großbritannien als das Land, in dem die Finanzindustrie die einzige noch funktionierende Industrie ist, hat offenbar entschieden, den ersten Schritt bei den Sozialhilfe-Empfängern zu gehen.

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