ESM-Chef besteht auf griechischem Schuldendienst

Klaus Regling schließt einen Schuldenschnitt für Griechenland aus. Die Zinsen für die Griechen würden nicht noch weiter gesenkt. Dies hatte der griechische Außenminister gefordert. Sonst drohe in Athen die Machtübernahme durch anti-europäische Parteien.

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Der Chef des Euro-Rettungsfonds, Klaus Regling, hat einen Schuldenschnitt für Griechenland ausgeschlossen. Entsprechende Forderungen der griechischen Regierung werde man nicht erfüllen

„Der IWF verändert grundsätzlich seine Bedingungen nicht“, sagte Regling dem Spiegel. Der Spielraum für ein weiteres Entgegenkommen gegenüber den Griechen sei extrem gering. Die Zinsen aus den Krediten des ESM könnten nicht weiter gesenkt werden.

„Der Euro-Rettungsfonds ist Griechenlands größter Gläubiger. Seine Darlehenslaufzeiten liegen dort bei 30 Jahren, der Zinssatz leicht über 1,5 Prozent. Für die kommenden zehn Jahre wurden die Zinsen gestundet. All das entspricht ökonomisch einem Schuldenschnitt.“

Regling hält jedoch „einen kleinen Spielraum bei den bilateralen Krediten aus dem ersten Hilfspaket“ für möglich. Darüber müssten die einzelnen Euro-Staaten entscheiden, die hier die Kreditgeber sind.

Der griechische Außenminister Evangelos Venizelos hatte damit gedroht, dass seine Regierung stürzen könnte. Dann könne in Athen eine „breite Front anti-europäischer Kräfte von ganz links bis ganz rechts“ an die Macht kommen, die eine Rückzahlung der Hilfskredite ablehne. Um das zu verhindern, müssten die internationalen Kreditgeber die Zahlungsfristen verlängern und die Zinssätze senken, so Venizelos.

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