NRW: Patienten sollen Englisch lernen, damit sie die Ärzte verstehen

Patienten müssen besser Englisch sprechen, sagt NRW-Arbeitsminister Schneider. Dann gäbe es auch weniger Verständigungs-Probleme mit den Ärzten. Die Zahl der ausländischen Mediziner hat sich seit 2005 verdoppelt. Deren Deutschkenntnisse sind oft mangelhaft.

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Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister und frühere DGB-Landeschef Guntram Schneider schlägt vor, dass die Deutschen besser Englisch lernen. Dann könnten sie auch im Krankenhaus ihre ausländischen Ärzte besser verstehen.

Wegen des Ärztemangels in Deutschland kommen viele Mediziner aus dem Ausland. Doch oft sind ihre Deutschkenntnisse schwach. „Das Problem wäre schon gelöst, wenn mehr Patienten als bisher Englisch könnten“, sagte NRW-Arbeitsminister Schneider Anfang Dezember bei einer Veranstaltung der Handwerkskammer Münster.

In NRW hat sich die Zahl der ausländischen Ärzte seit 2005 fast verdoppelt, berichtet die Rheinische Post. Um in Deutschland als Arzt arbeiten zu können, muss man die Beherrschung der deutschen Sprache nachweisen. Bei den Tests müssen die ausländischen Ärzte unter anderem ein Patientengespräch führen und einen Arztbrief schreiben.

Im Regierungsbezirk Köln fielen bei den Sprachtests rund 39 Prozent der Bewerber durch. Die Tests können jedoch beliebig oft wiederholt werden. Nach Schätzungen der Stiftung Patientenschutz sind rund 20 Prozent aller ärztlichen Behandlungsfehler in Deutschland auf Sprachprobleme zurückzuführen.

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