Commerzbank macht Verluste mit faulen Spanien-Krediten

Die Commerzbank hat noch eine Milliarde an faulen Krediten in ihren Büchern. Andere faule Kredite aus spanischen Immobilien wurden mit Verlust abgestoßen. Den Verlust muss der Steuerzahler tragen, doch die Bank verweigert Aussagen über die Höhe der Wertberichtigung.

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Die Commerzbank hat Problemkredite (Non Performing Loans – NPL) in Höhe von 710 Millionen Euro aus dem gewerblichen Immobilienportfolios in Spanien an internationale Investoren verkauft. Die Bank will so ihre spanischen NLP aus dem Immobilien-Portfolio von knapp zwei Milliarden Euro um die Hälfte reduziert haben.

Doch der Vorgang ist geheimnisvoll. Die Commerzbank wollte folgende Fragen der Deutschen Wirtschafts Nachrichten nicht beantworten:

Wie hoch ist der Verlust, den die CoBa mit dem Verkauf von NPL gemacht hat? Sie sprechen von einer „geringen Ergebnisbelastung“.
Wer sind die Investoren, an die die CoBa die NPL verkauf hat?
Sie schreiben, dass die CoBa das Immobilienportfolio in Spanien seit 2013 um ca. 1 Milliarde Euro verringert hat. Wie hoch war der Gesamtverlust?
Wie hoch schätzen Sie das Risiko für die noch im CoBa-Portfolio befindlichen Problem-Kredite ein?

Auf Nachfrage der Deutschen Wirtschafts Nachrichten wollte Bank weder Käufer noch Kaufsumme nennen. Die Bank spricht in einer Aussendung von einer „geringen Ergebnisbelastung“.

Diese Verschwiegenheit mag bei einer Privatbank angehen. Doch die Commerzbank musste vom deutschen Steuerzahler gerettet werden. Es ist – nach der Verschwiegenheit der Bank – völlig unklar, welche Risiken sich noch hinter den faulen Krediten in Spanien verbergen.

Kürzlich wurde bekannt, dass die Bonus-Zahlungen der Commerzbank den Jahresgewinn um das Dreifache übersteigen (mehr hier).


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