Karstadt schreibt weiter Millionen-Verluste

Der Warenhaus-Konzern Karstadt schreibt weiterhin Verluste in Millionenhöhe. Auch im Jahr 2014 wird der Konzern „noch nicht profitabel“ sein. Karstadt musste 2009 Insolvenz anmelden und wurde kurz darauf vom Milliardär Nicolas Berggruen aufgekauft.

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Die Lage des angeschlagenen Warenhausriesen Karstadt spitzt sich weiter zu. Der Konzern hat einem Magazinbericht zufolge auch im Geschäftsjahr 2012/13 einen dreistelligen Millionenverlust geschrieben. Die Karstadt Warenhaus GmbH habe für die am 30. September 2013 zu Ende gegangene Rechnungsperiode einen Jahresfehlbetrag von 127 Millionen Euro ausgewiesen, berichtete das Manager Magazin am Mittwoch vorab.

Der Umsatz sei 2012/2013 von gut 2,9 auf etwa 2,7 Milliarden Euro zurückgegangen. Ein Karstadt-Sprecher wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Im Umfeld des Konzerns hatte es aber immer wieder geheißen, Karstadt habe auch im vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust geschrieben. Aufsichtsratschef Stephan Fanderl hatte zudem eingeräumt, auch 2014 werde Karstadt „noch nicht profitabel“ sein.

Bereits im Geschäftsjahr 2011/12 hatte Karstadt tiefrote Zahlen geschrieben. Der Verlust im gewöhnlichen Geschäft belief sich nach im Bundesanzeiger veröffentlichten Zahlen auf 30 Millionen Euro, im Jahr davor war noch ein Betriebsgewinn von 16,3 Millionen Euro verbucht worden. Unter dem Strich wies Karstadt für 2011/12 mit damals 84 Warenhäusern einen Fehlbetrag von 158 Millionen Euro aus – nach einem Minus von 20,81 Millionen Euro im Vorjahr. Aber auch die Premiumhäuser um das Berliner KaDeWe erwirtschafteten einen Verlust.

Der Warenhauskonzern hatte 2009 Insolvenz angemeldet und wurde im Herbst 2010 vom Milliardär Nicolas Berggruen übernommen. Bilanzen werden seitdem nur noch im Bundesanzeiger veröffentlicht – zuletzt hatte Karstadt nur ein Umsatzrückgang für das Weihnachtsgeschäft eingeräumt. Absolute Zahlen nannte der Konzern nicht.


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