Bundesbank-Konjunktur: Milder Winter, schlappes Frühjahr

Die Bundesbank rechnet mit einem starken BIP-Zuwachs zum Jahresanfang. Auslöser dafür sei vor allem das florierende Baugeschäft, das von dem milden Winter profitiert habe. Im Frühjahr werde sich das Wachstum jedoch wieder verlangsamen, so die Notenbank.

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Volle Auftragsbücher und ein florierendes Baugeschäft sorgen laut Bundesbank für einen Wachstumsschub zu Jahresbeginn. Zwischen Januar bis März werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) voraussichtlich „sehr stark“ zulegen, betonte die deutsche Zentralbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht. Eine konkrete Zahl nannte sie jedoch nicht. Als gutes Omen deuten die Volkswirte die „sehr optimistischen Produktionserwartungen“ sowie die verbesserte Beurteilung der wirtschaftlichen Lage.

Dass der Bau im Januar kräftigen Rückenwind hatte, erklärt die Bundesbank mit der guten Auftragslage und dem milden Winter. Die Branche hatte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zu Jahresanfang 10,6 Prozent mehr Aufträge an Land gezogen und knapp 22 Prozent mehr umgesetzt als im Januar 2013.

Dieser positive Witterungseffekt dürfte jedoch im zweiten Quartal wegfallen, so dass sich das Wachstumstempo aus Sicht der Bundesbank erheblich verringern wird. Dementsprechend hätten auch die Erwartungen vieler Unternehmen nachgelassen.

Die deutsche Wirtschaft hatte im vierten Quartal 2013 um 0,4 Prozent zugelegt. Das Institut Markit, dessen Konjunkturbarometer für Deutschland auch im März kräftiges Wachstum signalisiert, rechnet für das erste Quartal 2014 mit einem Plus beim BIP von 0,7 Prozent. Die Bundesbank geht davon aus, dass die Konjunktur in diesem und im kommenden Jahr anziehen wird. Schub liefern soll dabei insbesondere die Binnennachfrage, die zu Beschäftigungswachstum und einem Anstieg der Löhne und Gehälter führen dürfte.

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