China: Wohnungsbesitzer laufen Sturm gegen Preisverfall

Seit Dezember sind die Preise für neue Wohnungen in einigen Städten Chinas deutlich gefallen. Die Bauträger sprechen von „normalem Marktverhalten“. Doch die Wohnungsbesitzer fühlen sich betrogen und wollen ihr Geld zurück.

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Gruppen wütender Hausbesitzer in Changzhou haben ihr Geld zurückgefordert. Der an der Börse von Hong Kong gelistete Bauträger Wharf hatte die Preise für neue Eigenheime in der ostchinesischen Stadt gesenkt.

Die Haus-Preise des Immobilienprojektes Phoenix Lake Garden wurden um bis zu 16 Prozent gesenkt, zitiert das WSJ die Hausbesitzer. Circa 20 von ihnen demonstrierten am Samstag vor einem Eigenheim-Ausstellungsraum in Changzhou. Sie wollen das Geld zurück, das sie zu viel gezahlt haben.

Gleichzeitig gab es einen Protest bei einem weiteren Projekt in derselben Stadt. Nach Angaben der Immobilien-Agentur Soufun Holdings hat Wharf die Preise von 20 Wohnungen des Projekts von 11.000 Yuan auf 8.200 Yuan (1.317 Dollar) pro Quadratmeter gesenkt.

Wohnungsbesitzer Wu sagte, er habe im Dezember eine 120-Quadratmeter-Wohnung für 730.000 Yuan gekauft. Jetzt liegen die Preise für eine ähnliche Wohnung im selben Gebäude bei 610.000 Yuan. Von den Preissenkungen habe er Mitte März erfahren. Das Verkaufsteam habe ihn gefragt, ob er eine weitere Wohnung kaufen wolle, so Wu.

Wharf sagte in einem Statement: „Chinas Häusermarkt ist eben sehr marktbasiert geworden, Preisanpassungen an die Marktveränderungen sind normales Marktverhalten.“ Die Preisanpassung im Falle von Phoenix Lake Garden ziele auf den Abbau von Beständen ab.

Schwächeres Wirtschaftswachstum, geringere Hausverkäufe und steigendes Volumen unverkaufter Häuser haben die Bauträger in einigen Städten veranlasst, ihre Preise zu senken. Nachdem die Regierung vier Jahre lang darauf hingewirkt hat, den Anstieg der Immobilienpreise zu beschränken, beginnen die Anstiege sich nun zu verlangsamen. In einigen kleineren Städten fallen die Immobilienpreise.

Im Februar stiegen die Hauspreise in 70 chinesischen Städten den zweiten Monat in Folge nur langsam. Allerdings liegen sie immer noch 9 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

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