Investoren erwarten Rückkehr Deutschlands zur Atomkraft

Investoren erwarten, dass Deutschland seine Energiepolitik wegen der Ukraine-Krise überdenkt. Sie erwarten Fracking und eine Rückkehr zur Atomkraft. Das wären gute Investitions-Möglichkeiten für das internationale Kapital.

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Die von der Bundesregierung über die Maßen geschürte Angst vor einem Dritten Weltkrieg und dem Abdrehen des Gas-Hahns durch die Russen könnte einen handfesten ökonomischen Hintergrund haben: Die Bundesregierung sondiert offenbar eine vollkommen neue Energiepolitik. Bundessuperminister Sigmar Gabriel arbeitet mit Hochdruck an einer umfassenden Wende der Energiewende.

Und internationale Investoren, die in der Regel gut mit Informationen aus der Bundesregierung versorgt werden, erwarten nichts weniger als einen radikalen Kurswechsel. Dominic Johnson, Somerset Capital Management, sagte der Nachrichtenagentur Reuters: „Deutschland hat sich den Luxus geleistet und sich auf unproduktive und eher teure Formen der alternativen Energie fokussiert. Wir erwarten nun eine Rückkehr zu Fracking und Kernenergie, wodurch sich interessante Möglichkeiten für Investoren ergeben werden.“

Die Bundesregierung könnte ihre Abwendung von der Energiewende mit einer neuen geopolitischen Lage begründen: Durch die unsichere Lage in der Ukraine sei Deutschland gezwungen zu handeln. Die Wiederaufnahme der Atomenergie könnte sofort geschehen, während alle anderen Modelle wie Gasexporte aus anderen Ländern, wegen der zu errichtenden Gas-Pipelines jahrelang dauern würden.

US-Präsident Barack Obama hatte in Brüssel gefordert, dass sich Europa von der Energie aus Russland unabhängig machen müsse.

Die Atomlobby hat in den vergangenen Monaten eifrig bei den Ministerien antichambriert und angeboten, im Falle einer Eskalation des Konflikts mit Russland sofort einspringen zu können.

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