Italien: Anführer der Forconi-Bewegung festgenommen

Der Anführer der Forconi-Bewegung und 23 weitere Personen sind festgenommen worden. Sie sollen gewalttätige Aktionen geplant haben, um Venedig von Rom abzuspalten.

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Die italienische Polizei hat nach dem Referendum zur Unabhängigkeit Venetiens 24 Personen festgenommen. Sie sollen Gewalt-Initiativen geplant und zum Teil durchgeführt haben, um die Abspaltung Veneziens von Rom durchzusetzen. Gegen weitere 27 Personen wird ermittelt.

Unter den Festgenommenen soll auch Franco Rocchetta sein, der Gründer der „Lega Veneta“ und Anführer der Forconi-Bewegung, berichtet La Repubblica. Die sogenannte „Mistgabel“-Bewegung sorgte in den vergangenen Monaten mit Protesten und Märschen gegen Rom für Aufmerksamkeit (mehr hier).

Den Verhafteten werden beschuldigt, ein gepanzertes Fahrzeug für eine „Aktion“ auf dem Markusplatz in Venedig gebaut zu haben. Dazu wurde ein Traktor zum Panzer umgebaut und mit einer 12-Millimeter-Kanone ausgestattet. Zudem sollen die Verdächtigen über Albanien mit Waffen versorgt worden sein, so der Vorwurf.

Die Initiatoren des Venedig-Referendum „Plebiscito.eu“ wollen sich am Mittwochabend auf dem Markusplatz versammeln. Die Lega Nord hat eine Kundgebung für Sonntag in Verona angekündigt, um gegen die Festnahmen und die Ermittlungen zu protestieren.

Mehr als 2,1 Millionen Venezianer haben in einem Voting Ende März für die Unabhängigkeit Veneziens gestimmt. Die privaten Organisatoren wollen nun ein offizielles Referendum. Man wolle keine Steuern mehr für die italienische Regierung in Rom zahlen, so das Ziel der Bewegung (hier).

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