Investoren bieten einen Bitcoin für Pleite-Börse Mt.Gox

Eine Gruppe von Investoren will die wegen Insolvenz geschlossene Bitcoin-Börse Mt.Gox wiedereröffnen. Sie wollen die Hälfte der künftigen Gebühren-Einnahmen dafür nutzen, geschädigte Kunden und Gläubiger zu bezahlen.

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Eine Investorengruppe will die insolvente Bitcoin-Börse Mt.Gox für genau eine Einheit der Internet-Währung kaufen. Das entspricht derzeit knapp 300 Euro.

Wie das Wall Street Journal am Freitag unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen berichtete, könnte die niedrige Summe für das zuständige japanische Konkursgericht ein Problem darstellen.

Die Investoren um den ehemaligen Schauspieler Brock Pierce hätten den Preis mit dem fast völligen Fehlen von Informationen über den Verbleib von mehreren Hunderttausend Bitcoin der früher weltgrößten Börse für die alternative Währung begründet. Die Gruppe wolle den Handelsplatz wiedereröffnen und die Hälfte der Gebühreneinnahmen verwenden, um geschädigte Kunden und Gläubiger zu bezahlen.

Mt.Gox hatte im Februar in Japan Konkurs angemeldet und erklärt, Hacker hätten 750.000 Bitcoin der Kunden und 100.000 der Börse gestohlen. Im März teilten die ehemaligen Betreiber mit, sie hätten 200.000 Bitcoin in einem elektronischen Portemonnaie wiedergefunden, das ein älteres Format habe (mehr hier).

Das hat die Hoffnung geweckt, die Kunden könnten wenigstens etwas von ihrem Geld zurückerhalten. Diese Hoffnung wird durch das Interesse der Investoren nun verstärkt. Die Pleite von Mt.Gox war eine Warnung, dass man gerade auch in der Welt der Bitcoin verantwortungsvoll entscheidet, wem man sein Geld anvertraut.

Bitcoin sind seit 2009 im Umlauf. Sie sind die bekannteste einer ganzen Gruppe von neuen elektronischen Währungen, die unabhängig vom traditionellen Bankensystem funktionieren.

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