US-Steuerzahlern droht Bailout der Immobilien-Finanzierer

Die US-Immobilien-Finanzierer Fannie und Freddie benötigen im Falle einer Krise bis zu 190 Milliarden Dollar vom Steuerzahler. Bereits in der Finanzkrise von 2008 musste der Staat sie mit 187,5 Milliarden Dollar retten.

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Die beiden US-Immobilien-Finanzierer Fannie Mae und Freddie Mac könnten im Fall einer weiteren schweren Krise auf Hilfen aus Steuergeldern von insgesamt bis zu 190 Milliarden Dollar angewiesen sein. Das habe der Stresstest der beiden Institute ergeben, teilte die zuständige US-Aufsicht am Mittwoch mit.

Die Federal Housing Finance Agency legte ihrer Schätzung den schwersten Krisenfall zugrunde und ermittelte einen Finanzbedarf zwischen 84 und 190 Milliarden Dollar bis Ende 2015. Mit den Checks großer US-Banken soll verhindert werden, dass der Kollaps eines Instituts erneut die ganze Branche an den Rand des Abgrunds führt.

In der Finanzkrise von 2008 mussten Freddie und Fannie von der US-Regierung gerettet werden und stehen seitdem unter ihrer Kontrolle. Die Steuerzahler haben ihnen mit 187,5 Milliarden Dollar unter die Arme gegriffen.

Später fuhren die beiden Immobilien-Finanzierer, die hinter rund 60 Prozent sämtlicher US-Hauskredite stehen, wieder Rekordgewinne ein und konnte mehr als 200 Milliarden Dollar an das Finanzministerium überweisen.

Der einzige Grund für diese Gewinne sind die vielen Billionen Dollar, welche die US-Zentralbank Federal Reserve in den Markt pumpte. Doch selbst diese Billionen Dollar haben nicht gereicht, um die Blase am US-Häusermarkt zu stabilisieren. Im Gegenteil: Die Häuserpreise fallen wieder sehr schnell. Kredite drohen auszufallen. Dem Steuerzahler droht ein erneuter Bailout von Fannie und Freddie.

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