Zahl der Ausbildungsverträge sinkt auf Rekordtief

Im vergangenen Jahr sank in Deutschland die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge auf den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung. In Ostdeutschland fiel der Rückgang mit 6,7 Prozent überdurchschnittlich aus. Grund dafür sind zum einen geburtenschwächere Jahrgänge, zum anderen entscheiden sich mehr Jugendliche für ein Studium.

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In Deutschland wurden 2013 so wenige neue Ausbildungsverträge abgeschlossen wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Ihre Zahl ging um 23.700 oder 4,3 Prozent auf 525.300 zurück, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Das war bereits der sechste Rückgang in Folge. Grund dafür sind zum einen geburtenschwächere Jahrgänge, zum anderen entscheiden sich mehr Jugendliche für ein Studium, erklärten die Statistiker.

In Ostdeutschland (einschließlich Berlin) fiel der Rückgang mit 6,7 Prozent überdurchschnittlich aus. Im Westen nahm die Zahl der Lehrstellen um 3,9 Prozent ab. Im größten Ausbildungsbereich Industrie und Handel – zu dem auch Banken und Versicherungen gehören – wurden 4,7 Prozent weniger Verträge abgeschlossen. Im Handwerk, der Nummer zwei, gab es ein Minus von 5 Prozent.

Ende 2013 befanden sich knapp 1,4 Millionen Jugendliche in einer Ausbildung im dualen System. Das waren 2,7 Prozent weniger als 2012. In Westdeutschland fiel das Minus mit 2,0 Prozent vergleichsweise gering aus, im Osten dagegen mit 6,7 Prozent besonders deutlich. Wegen des drohenden Fachkräftemangels ruft die Bundesregierung die Arbeitgeber zu größeren Anstrengungen auf. Die Betriebe müssten „angesichts der demografischen Entwicklung ihren Einsatz für Fachkräfte verstärken und auch jungen Menschen eine Chance geben, denen der Einstieg etwas schwerer fällt“, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka kürzlich.

 

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