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EZB-Pläne: „Die Enteignung der Sparer wird massiv vorangetrieben“

Die EZB hat eine spektakuläre Crash-Warnung herausgegeben. Sollte es tatsächlich zu einer Währungsreform kommen, werden die Besitzer von Staatsanleihen besonders verlieren. Das wird vor allem die Lebens- und Rentenversicherungen betreffen. Aber auch das Geld auf dem Sparbuch wird drastisch entwertet.

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Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Die EZB hat eine spektakuläre Crash-Warnung herausgegeben. Fühlen Sie sich bestätigt?

Matthias Weik und Marc Friedrich: Ja, selbstverständlich. Für uns ist es logisch, dass jede Blase früher oder später platzen wird.

Marc Friedrich (li.) und Matthias Weik (Foto: Friedrich)

Die Buchautoren Marc Friedrich (li.) und Matthias Weik (Foto: Friedrich)

Seit 2008 spielen Politik und Finanzbranche lediglich auf Zeit. Es wurden keine Probleme gelöst sondern nur mit Milliarden und Billionen an Steuerngeldern in die Zukunft verschoben, um Zeit zu gewinnen. Dadurch haben Politik und Finanzbranche insbesondere volkswirtschaftliche Schadensmaximierung auf Kosten der Menschen betrieben mit nicht absehbaren Kollateralschäden – monetär und menschlich. Da wir ja bald die WM in Brasilien haben, möchten wir es plastisch so ausdrücken: Die offiziellen 90 Minuten der Partie sind bereits vorbei und die Verlängerung nähert sich mit Siebenmeilenstiefeln ebenfalls dem Ende. Jetzt stehen wir kurz vor dem dramatischen Elfmeterschießen.

Die Notenbanken haben seit 2008 global die Märkte mit billigem Geld geflutet. Dieses Geld sucht nun krampfhaft nach lukrativen Anlagemöglichkeiten. Seit Jahren wird durch die astronomische Liquiditätsflut eine Blase durch immer neue und gigantischere Blasen ersetzt um das ganze Karussell am Laufen zu halten. Dadurch türmen sich die Risiken und die Schuldenberge global immer weiter auf und erreichen mittlerweile absurde Dimensionen.

Die Aktienmärkte erklimmen durch die Niedrigzinsphase und Geldflut der Notenbanken einen Rekordstand nach dem anderen. Jeder rational denkender Mensch stellt sich die Frage: Wo soll uns dieser Irrsinn noch hinführen? In unserem neuen Buch „Der Crash ist die Lösung“ decken wir auf, dass seit 2008 an 85 Prozent aller Handelstage die FED in die Aktienmärkte interveniert hat und somit Dow und Co dadurch „peu au peu“ mit Billionen an Dollar nach oben gehievt hat – das hat mit Kapitalismus und freier Marktwirtschaft nichts mehr zu tun.

Auf dem folgenden Chart ist deutlich zu erkennen, wie die US-Notenbank mit der Krise 2008 die Stützungsmaßnahmen extrem nach oben gefahren hat um den kompletten Finanzsektor vor dem Kollaps zu bewahren:

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Dadurch hat die FED ihre eigene Bilanz auf unglaubliche 4,3 Billionen aufgebläht. Das ist ökonomischer Wahnsinn und wird zum Scheitern führen!

Auf Grund dieser Markteingriffe sind die Märkte um über 70 Prozent überbewertet. Es wird sozusagen ein Potemkinsches Dorf aufrechterhalten um uns zu suggerieren: „Hey, es geht doch aufwärts, uns geht es allen prächtig, und wir sind alle reich.“ Dass dies jedoch alles auf Pump und damit auf Treibsand gebaut ist, wird uns nicht verraten.

Die Immobilienpreise in vielen unserer Großstädte erreichen mittlerweile absurde Höhen.Der Traum von den eigenen vier Wänden ist selbst für den Mittelstand oftmals utopisch. Äußerst bedenklich ist: Die Krise 2008 wurde durch eine Immobilienblase in den USA, Spanien, Irland… ausgelöst – in was investiert der Deutsche gegenwärtig um sein Vermögen zu sichern? In Immobilien! Das Leben schreibt nach wie vor die absonderlichsten Geschichten.

Die Mutter aller Blasen ist jedoch die Staatsanleihenblase. Jeder ist sich dessen bewusst, dass viele Staaten ihre Schulden niemals bezahlen können und werden – trotzdem wird weiter munter in Staatsanleihen investiert. In Portugal, Italien, Griechenland, Spanien herrschen Rekordarbeitslosigkeit und Rekordstaatsverschuldung. Die Industrieproduktion hat Tiefststände erreicht, nichtsdestotrotz können sich die Länder gegenwärtig so billig verschulden wie noch nie. Wir sollten uns alle die Frage stellen: Wie kann das sein? Könnte es vielleicht sein, weil wir dafür haften?

Momentan spielt sich ein ökonomischer Horrorfilm ab, dessen Ausgang kein Happy End verspricht. Unserer Ansicht nach findet gegenwärtig die größte Insolvenzverschleppung sowie das gefährlichste Notenbankexperiment aller Zeiten statt. In Anbetracht dessen überrascht uns die Crashwarnung nicht und sollte alle alarmieren, wenn selbst in den Elfenbeintürmen der Welt nun die Realität Einzug erhält.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Halten Sie es für denkbar, dass Politik und Zentralbanken nun nach der EU-Wahl mit der Wahrheit herausrücken?

Matthias Weik und Marc Friedrich: Dies könnte durchaus sein. Es ist schon bemerkenswert, dass wenige Tage nach der EU Wahl der Garantiezins für die Lebensversicherungen auf 1,25 Prozent gesenkt wird und die Überschüsse nicht mehr an die Bestandskunden gerecht ausgeschüttet werden, dass bei Siemens 11.600 Menschen entlassen werden sollen, die Geschäfte mit China nicht mehr so rund laufen und dass die EZB eine Crash-Warnung herausgibt.

Vor den EU-Wahlen war es ausgesprochen ruhig und die Meldungen waren zumeist sehr positiv. Die Jubel-Meldungen aus Portugal und Griechenland widerlegen wir im Buch anhand volkswirtschaftlicher Eckdaten als pures Wunschdenken und statistische Tricks. Selbstverständlich sinkt die Arbeitslosigkeit. Jedoch sollte man sich auch die wahren Gründe dafür genauer anschauen. Allein in Portugal haben in den vergangenen Jahren 176.000 Jugendliche unter 25 Jahren das Land in Richtung Angola und Brasilien verlassen – den auch dort wird portugiesisch gesprochen. Dies stellt ein enormes Problem für ein Land dar, wenn die Jungen und Intelligenten das Land verlassen, denn ein Land ohne Jugend ist ein Land ohne Zukunft. Andere Arbeitslose sind aus der Arbeitslosenstatistik rausgefallen, weil sie nach einer bestimmten Anzahl von Monaten als nicht vermittelbar oder nicht mehr suchend gelten.

Spannend wird bestimmt die EZB-Sitzung Anfang Juni werden. Wir haben in unserem aktuellen Buch aufgezeigt, dass die Enteignung der Bürger weiter massiv vorangetrieben wird um die Kosten der Krisen auf uns überzuwälzen – direkt und indirekt. Der Raubzug geht zweifellos weiter und wird im Endeffekt zum größten Systemkollaps der neueren Zeit führen – mit verheerenden Folgen.

Es könnte sein, dass nun die Notenpressen in den „Superturbogang“ hochgeschaltet werden und die EZB damit versucht, die Krise in Europa wegzudrucken. Dies wird jedoch nicht funktionieren, denn mehr Geld bedeutet leider nicht automatisch mehr Produktivität.

Sollten sich die südlichen Staaten mit der Forderung durchsetzen, den Euro abzuwerten, wird sich dies als Bumerang für sie erweisen. Oder denken Sie, dass, wenn der Euro schwächer wird und somit die europäischen Produkte in beispielsweise den USA und China billiger werden, sich die Amerikaner anstatt eines Audi, BMW oder Mercedes lieber einen Peugeot, Citroen oder Renault kaufen?

Wir haben in unserem Buch – Der Crash ist die Lösung – anschaulich aufgezeigt, dass seit 2008 der Output der Industrieproduktion von Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Griechenland lediglich einen Weg kennt – den Richtung Süden.

Sollten wir wirklich den Euro, wie von der desperaten französischen Politik erwünscht, entwerten, werden wir die Welt noch gravierender mit unseren Waren überfluten und zukünftig nicht nur Exportweltmeister – sondern Exportuniversumsmeister sein.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Sie sagen in ihrem Buch, der Crash sei die Lösung. Wie muss man sich den Crash konkret vorstellen?

Matthias Weik und Marc Friedrich: Wir haben keine Glaskugel und können somit auch nicht in die Zukunft blicken. Wir fügen lediglich die Fakten zusammen und können die möglichen Szenarien einschätzen. Damit sind wir bisher immer sehr gut gefahren.

Wie der Crash verläuft, hängt davon ab wo der Crash ausgelöst wird. Ist es in Japan mit seiner vollkommenen absurden Verschuldung und seiner wirtschaftliche Kamikazepolitik, ist es das chinesische Schattenbankensystem mit den dazugehörigen Kreditblasen, ist es Frankreich oder Italien oder vielleicht die Ukraine? Vielleicht begehren aber auch die über 50 Prozent Arbeitslosen Jugendlichen in Griechenland oder Spanien auf und fordern ihr legitimes Recht auf Zukunft ein, und lösen damit einen bürgerkriegsähnlichen Zustand aus. Oder was geschieht, wenn Russland Europa den Gashahn abdreht und stattdessen lieber an die momentan wesentlich zahlungskräftigeren Chinesen sein Gas und Öl verkauft? Es sind so unendlich viele Variablen aktuell im System die jede für sich das Potential hat ein „Black Swan Ereignis“ zu werden und den Megacrash auslösen kann.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Wer würde im Crash-Fall am meisten leiden?

Matthias Weik und Marc Friedrich: Wir alle – verlieren werden wir alle. In der Vergangenheit haben immer die Besitzer von Papierwerten den größten Anteil der Zeche bezahlt. Sollte es tatsächlich zu einer Währungsreform kommen, werden die Besitzer von Staatsanleihen (hierzu gehören insbesondere Besitzer von Lebens- und Rentenversicherungen) gnadenlos verlieren. Aber auch das Geld auf dem Sparbuch wird drastisch entwertet. Im Falle eines Crashs werden Besitzer von Sachwerten wie Immobilien, Land, Wald, Edelmetalle wesentlich weniger verlieren als Besitzer von Papierwerten.

Nie zuvor war es wichtiger zu diversifizieren und sich monetär aber auch mental auf den absoluten finanziellen Super-GAU vorzubereiten. Noch ist das Zeitfenster geöffnet und Vorsorge ist immer besser als Nachsorge.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Sie schreiben in gewisser Weise, dass ein Crash eine Art reinigendes Gewitter wäre. Ist das nicht zu positiv? Am Ende ist doch zu erwarten, dass die Super-Reichen ihr Geld längst in Sicherheit gebracht haben, und die kleinen Leute müssen zahlen… Welche politischen Folgen hätte ein Crash? Sind unsere Demokratien stabil genug?

Matthias Weik und Marc Friedrich: Wir haben zum ersten Mal in der Geschichte die Möglichkeit uns auf einen Systemcrash vorzubereiten, etwa durch die neuen Medien, DWN, die Vernetzung, unser Buch und anderes mehr.

Ob die Demokratien stabil genug sein werden, ist eine vollkommen berechtigte Frage, die wir Ihnen leider nicht beantworten können. Die Stabilität wird definitiv geprüft werden.

Wichtig ist jedoch, dass wir wenn der Tag X kommt, einen Alternativplan zu Hand haben ansonsten werden uns die Protagonisten in der Politik, Finanzindustrie und Medien das momentane System mit einem neuen Namen und neuen Anstrich als das Optimum verkaufen und das müssen wir unbedingt verhindern!

Wir sind sicher, dass wir massive Umwälzungen sehen werden durch die Implikationen des Kollapses, die sich die meisten Menschen momentan nicht einmal annährend vorstellen können. Es wird ein epochaler Wandel stattfinden.

Matthias Weik und Marc Friedrich sind Ökonomen, Querdenker, Finanzexperten, gefragte Redner, Honorarberater und Bestsellerautoren.

Cover_DCL_BestsellebuttonAm 16. Mai 2014 ist ihr neues Buch „Der Crash ist die Lösung – Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten“erschienen (Es kann hier bestellt werden). Das Buch hat es auf Anhieb auf die Spiegel-Bestsellerliste geschafft und sorgt für Aufsehen. So haben die beiden z.B. den Ausgang der EU-Wahlen in ihrem neuen Buch richtig prophezeit.

Ihr Erstlingswerk „Der größte Raubzug der Geschichte: Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“ ist seit 2 Jahren auf allen wichtigen Bestsellerlisten vertreten (Spiegel, Manager Magazin…). Im Manager Magazin war es sechsmal auf Rang 1 und auf der Spiegel Sachbuch-Bestsellerliste (Paperback) elfmal auf Rang 2. In Ihrem ersten Buch haben Marc Friedrich und Matthias Weik vorhergesagt: dass die “dot.com 2.0″ Aktien (Zynga, Groupon etc.) massiv korrigieren werden sowie das die nächste Bankenrettung unter Einbeziehung der Sparer (bail in) über die Bühne gehen wird. Sie haben somit die  Entwicklungen z.B. in Zypern und der EU in Ihrem Buch folgerichtig vorhergesagt.

Im April 2014 erschien die aktualisierte Version als Taschenbuch bei Bastei Lübbe. Das Buch etablierte sich auf Anhieb in der Spiegelbestsellerliste und ist dort mittlerweile seit 6 Wochen vertreten.

Zur Homepage hier.

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Seehofer: Die Lage ist „ernst und bedrohlich“
Seehofer: Die Lage ist „ernst und bedrohlich“
Der bayrische Ministerpräsident hält die Sicherheitslage nach den Anschlägen in Bayern für ernst un bedrohlich. Er rief die Bürger zur Wachsamkeit auf. Bundesinnenminister Thomas de Maizière sagte dagegen, dass von den Flüchtlingen keine besonders hohe Gefahr ausgehe.
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Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer. (Foto: dpa)

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer. (Foto: dpa)

Nach dem zweiten Anschlag in Deutschland binnen einer Woche hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) die Sicherheitslage als «ernst und bedrohlich» beschrieben. Seehofer riet den Bundesbürgern im Münchner Merkur zu Wachsamkeit. Es helfe nicht, an der Realität vorbeizudiskutieren. «Bei uns leben viele Flüchtlinge, die ein schweres Schicksal haben und denen wir helfen sollten. Aber unter ihnen gibt es leider Menschen mit einem erschreckenden Gewaltpotenzial.»

Am Montag vergangener Woche hatte ein junger Flüchtling unter anderem in einer Regionalbahn in Würzburg Menschen mit einer Axt angegriffen. Sonntagabend zündete dann ein syrischer Flüchtling bei einem Musikfestival im mittelfränkischen Ansbach einen Sprengsatz und tötete sich damit selbst. 15 Menschen wurden verletzt.

Als Reaktion auf die beiden Attacken und auf den Amoklauf von München kündigte Seehofer einen massiven Personalaufbau bei der bayerischen Polizei an. «Die Aufstockung wird signifikant sein», sagte er der Zeitung weiter. Die Bevölkerung habe einen Anspruch darauf, dass «alles Menschenmögliche für ihre Sicherheit getan wird».

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat nach den Gewalttaten von Würzburg und Ansbach erneut vor einer Vorverurteilung muslimischer Flüchtlinge gewarnt. «Wir wissen, dass Flüchtlinge weder Heilige noch Sünder sind», sagte der Minister am Montagabend im ZDF. Man könne aber nicht sagen, dass von ihnen eine besondere hohe Gefahr ausgehe. Er empfehle den Bürgern deshalb, Flüchtlingen freundlich, aufgeschlossen, nicht misstrauend, aber auch nicht naiv gegenüberzutreten. Es gebe zwar Verunsicherung bei den Deutschen. Aber: «Ich kann nicht erkennen, dass unsere deutsche Bevölkerung voller Angst ist», sagte der CDU-Politiker.

Türkei warnt Putin vor Putsch-Versuch in seiner Nachbarschaft
Türkei warnt Putin vor Putsch-Versuch in seiner Nachbarschaft
Die türkische Regierung hat Russland gewarnt, dass die Bewegung des Predigers Fethullah Gülen als nächstes in Kirgisien einen Putschversuch gegen die dortige Regierung unternehmen könnte. Kirgisien ist für Russland strategisch wichtig. Die aktuelle Regierung kooperiert mit der Regierung in Russland.
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Der türkische Staatschef Erdogan und sein Amtskollege Putin. Nun verbinden sie auch noch die Attentäter von Istanbul. (Foto: dpa)

Der türkische Staatschef Erdogan und sein Amtskollege Putin. (Foto: dpa)

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat am Montagabend gesagt, dass die Organisation des Predigers Fethullah Gülen als nächstes in Kirgisien einen Putschversuch unternehmen könnte, berichtet Haberler. Der kirgisische Präsident Almasbek Atambajew ist ein Kreml-naher und gleichzeitig Erdogan-naher Politiker, der bei der Aussöhnung zwischen Putin und Erdogan die Schlüsselrolle gespielt hat.

In Kirgisien gab es im Zuge der „Farbrevolutionen“ einen Umsturzversuch der Regierung. Wie bei allen anderen „Farbrevolutionen“, erhielten die Anhänger der „Tulpen-Revolution“ in Kirgisien Unterstützung aus den USA. Als Geldgeber fungierten US-Stiftungen und der US-Milliardär George Soros. Der Spiegel hatte bereits im Jahr 2005 von einer regelrechten weltweiten „Revolutions-GmbH“ berichtet.

Der pensionierte US-Oberst Robert Helvey und Mitarbeiter der Defense Intelligence Agency (DIA) und weitere ehemalige Geheimdienst-Mitarbeiter agieren als „Trainer“ von Demonstranten und Aktivisten, berichtet George N. Katsiaficas in seinem Buch „Asia’s Unknown Uprisings“.

Stratfor berichtete im Jahr 2010, dass die versuchte Revolution in Kirgisien ganz offen von westlichen Nichtregierungsorganisationen organisiert und unterstützt wurde, um die pro-russischen Eliten abzusetzen. Doch die sind aktuell erneut an der Macht und auch die Ambitionen der USA und der Nato, die Regierung in Bischkek zu stürzen und sie durch pro-westliche Eliten zu, dauern an.

Kirgisien hat Grenzen mit Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan und China. Es gibt einen direkten Weg von Kirgisien in die chinesische Region Sincan (Xinjang), wo die uigurische Minderheit lebt. Dort ist es in der Vergangenheit immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Uiguren und Sicherheitskräften gekommen. Sincan wurde im Jahr 1948 von China besetzt. Es ist neben Tibet eines der größten Unruheregionen.

Von Kirgisien aus, würden sich in ganz Zentralasien humanitäre oder militärische Operationen durchführen lassen. In dem Land befindet sich ein aktiver russischer Luftwaffenstützpunkt und ein offiziell inaktiver US-amerikanischer Luftwaffenstützpunkt, der beim Afghanistan-Einsatz genutzt wurde.

Russland und Syrien erzielen weitere Erfolge gegen Söldner-Truppen
Russland und Syrien erzielen weitere Erfolge gegen Söldner-Truppen
Die syrische Armee hat mit Unterstützung der russischen Luftwaffe wichtige Gebäude in der Stadt Aleppo von den Islamisten befreit. Die internationalen und islamistischen Söldner, die sich als syrische „Opposition“ ausgeben, fordern ein Ende der Luftschläge.
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Obama und Putin wollen die Terror-Miliz ISIS ausschalten. Doch nun wird ein Stopp der Luftangriffe gefordert. (Foto: dpa)

Obama und Putin wollen die Terror-Miliz ISIS ausschalten. (Foto: dpa)

Die syrische Armee (SAA) hat am Montag mit Hilfe der russischen Luftwaffe die Kontrolle über zwölf wichtige Gebäude im Al-Layramoun-Viertel der Stadt Aleppo errungen, berichtet Al-Masdar News. Im Einsatz war die 4. Mechanisierte Division der SAA. Die Gebäude standen zuvor unter der Kontrolle von islamistischen Söldner. Der Vorstoß ist deshalb so wichtig, weil die SAA kurz davor steht, das Industrieviertel von Al-Layramoun einzunehmen.

Russland hat Syrien mit mehreren Pionierpanzern des Typs IMR-2M versorgt, die die T-90-Panzer unterstützen sollen, berichtet South Front. Der IMR-2M eignet sich dazu, Hindernisse, wie beispielsweise große Gebäudeteile oder Felsbrocken, auf einem Schlachtfeld zu beseitigen, um das Vordringen der T-90-Panzer zu ermöglichen.

Die syrische „Opposition“, einschließlich der islamistischen Söldner-Truppen, fordern den Stopp der Luftangriffe auf Ziele der Terror-Miliz ISIS, da bei den Luftangriffen zahlreiche Zivilisten ums Leben kommen würden. Derartige Vorfälle trieben den Terroristen neue Anhänger in die Arme, erklärte der Präsident der Syrischen National-Koalition, Anas al-Abdah, in einem am späten Mittwochabend verbreiteten Brief an die Staaten der Anti-IS-Koalition.

Tatsächlich sind in den vergangenen Tagen offenbar zahlreiche Zivilisten bei Luftangriffen der Amerikaner und der Franzosen getötet worden. 

US-Präsident Obama und Russlands Präsident Putin kooperieren in Syrien. Die zahlreichen internationalen und islamistischen Söldner kämpfen dagegen auf eigene Rechnung, weil sie von verschiedenen Staaten, vor allem aus der Golf-Region, finanziert werden.

Trump überholt Hillary Clinton erstmals bei Umfrage
Trump überholt Hillary Clinton erstmals bei Umfrage
Donald Trump hat Hillary Clinton erstmals bei einer Umfrage überholt. Interessant: Die Umfrage wurde von CNN durchgeführt, einem eher dem Lager der Demokraten zuzurechnenden TV-Sender.
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Donald Trump. (Foto: dpa)

Donald Trump. (Foto: dpa)

Nach dem Nominierungs-Parteitag der Republikaner hat deren Präsidentschaftskandidat Donald Trump in einer Umfrage einen deutlichen Sprung gemacht. Trump lag in einer Befragung für CNN vom Montag bei 48 Prozent Wählerzustimmung, die demokratische Anwärterin Hillary Clinton bei 45 Prozent. Damit legte Trump sechs Prozentpunkte hinzu.

Clinton soll am Dienstag beim Parteitag der Demokraten zur Präsidentschaftskandidatin gekürt werden. Am Donnerstag wird die frühere Außenministerin ihre erste Rede als offizielle Präsidentschaftskandidatin halten. Kurz vor dem Parteitag hatte sie den Senator Tim Kaine als ihren Vizepräsidenschaftskandidaten benannt.

Deutsche Banken-Aufsicht plant strengen Stresstest für Sparkassen
Deutsche Banken-Aufsicht plant strengen Stresstest für Sparkassen
Sparkassen, Volks- und Raffeisenbanken und kleine unabhängige Banken werden demnächst einem strengeren Stresstest unterzogen als die internationalen Großbanken: Sie müssen ein Niedrigzins-Szenario bestehen - was den großen Banken erspart bleibt, allerdings für alle Banken gleichermaßen problematisch ist.
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Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon. (Foto: dpa)

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon. (Foto: dpa)

Nach dem umfassenden Stresstest für Großbanken in Europa müssen sich auch kleinere deutsche Institute auf einen abgespeckten Belastungstest einstellen. Die Bundesbank will zusammen mit der Finanzaufsicht BaFin eine Niedrigzinsumfrage aus dem Jahr 2015 neu auflegen, erklärte die Bundesbank am Montag. „Wir wollen damit die Widerstandskraft der Banken und Sparkassen im Niedrigzinsumfeld überprüfen“, sagte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret der Deutschen Presse-Agentur. Die Umfrage zielt vor allem auf die rund 1500 Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie kleinere Privatbanken in Deutschland.

Die Ergebnisse des Stresstests für Großbanken will die Regulierungsbehörde EBA am Freitagabend veröffentlichen. Ein Niedrigzins-Szenario ist dabei jedoch nicht enthalten, was bei vielen Bankern und Experten auf Unverständnis stößt. Die Leitzinsen im Euro-Raum liegen auf einem Rekordtief von 0,0 Prozent. Zudem müssen Banken Strafzinsen bezahlen, wenn sie über Nacht bei der Europäischen Zentralbank (EZB) Geld parken. Wegen der anhaltend niedrigen Zinsen fällt es vielen Geldhäusern zunehmend schwer, im angestammten Kreditgeschäft auskömmliche Erträge zu erwirtschaften.

Bei ihrem nächsten Belastungstest wollen Bundesbank und BaFin von den Geschäftszahlen der Institute für 2016 ausgehen. Die Ergebnisse der Umfrage sollen im zweiten Halbjahr 2017 veröffentlicht werden. Im vergangenen Jahr waren die Bankenwächter zu dem Schluss gekommen, dass die allermeisten kleinen und mittelgroßen Banken in Deutschland trotz massiver Gewinneinbußen in den nächsten Jahren die niedrigen Zinsen verkraften können. Bei der Prüfung, deren Ergebnisse im vergangenen September veröffentlicht wurden, waren die Institute bis 2019 im Schnitt von einem Gewinnrückgang um 25 Prozent vor Steuern ausgegangen.

BKA meldet steigende Zahl von Flüchtlingen unter Terrorverdacht
BKA meldet steigende Zahl von Flüchtlingen unter Terrorverdacht
Das BKA meldet einen signifikanten Anstieg von Personen unter Terrorverdacht, die sich unter die Flüchtlinge gemischt haben. Darunter sollen sich auch „islamistisch motivierte Kriegsverbrecher“ befinden.
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Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes BKA, kommt am 23.07.2016 zu Beratungen über die Sicherheitslage in das Bundeskanzleramt in Berlin. (Foto: dpa)

Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes BKA, kommt am 23.07.2016 zu Beratungen über die Sicherheitslage in das Bundeskanzleramt in Berlin. (Foto: dpa)

Die AFP meldet:

Die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland, die unter Terrorverdacht stehen und gegen die ermittelt wird, ist laut einem Zeitungsbericht zuletzt angestiegen. Derzeit liegen den Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder 410 Hinweise auf mögliche Extremisten unter den Flüchtlingen vor, wie die Neue Osnabrücker Zeitung unter Berufung auf das Bundeskriminalamt (BKA) vorab aus ihrer Dienstagsausgabe berichtete.

Auch der Selbstmordanschlag von Ansbach hat nach Angaben des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann einen islamistischen Hintergrund. Das gehe aus einem Bekennervideo auf dem Handy des Attentäters hervor, berichtet Reuters.

Mitte Mai hatte es demnach noch 369 Hinweise gegeben. In 60 Fällen leiteten die Behörden demnach Ermittlungsverfahren ein. Auch dies sei eine Zunahme; vor zweieinhalb Monaten seien es noch 40 Verfahren gewesen. „Aktuell liegen uns keine konkreten Hinweise auf Anschlagspläne, auch nicht auf den Bahnverkehr, vor“, hieß es laut „NOZ“ aus dem BKA. Auch die jüngsten Attentate hätten nicht zu einer anderen Einschätzung der Gefährdung geführt.

„Angesichts der anhaltenden Zuwanderungsbewegung nach Deutschland müssen wir davon ausgehen, dass sich unter den Flüchtlingen auch aktive und ehemalige Mitglieder, Unterstützer und Sympathisanten terroristischer Organisationen oder islamistisch motivierte Kriegsverbrecher befinden können“, zitierte die NOZ weiter aus einem BKA-Schreiben. Die Attentate von Paris hätten gezeigt, dass die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) die Flüchtlingsbewegung nutze, um Attentäter nach Europa zu schleusen.

Auch die Zahl der islamistischen Extremisten, die sich aus Deutschland auf den Weg nach Syrien machten, um dort auf der Seite des IS im Bürgerkrieg zu kämpfen, wuchs laut dem Bericht zuletzt weiter. Nach derzeitigem Stand seien laut BKA etwa 840 Unterstützer nach Syrien gereist – im Mai seien es erst 800 gewesen. Gut ein Drittel ist wieder zurück in Deutschland, etwa 70 waren nach Erkenntnissen der Ermittler in Ausbildungslagern oder nahmen an Kampfhandlungen teil.

Am Sonntagabend hatte sich im bayerischen Ansbach ein 27-jähriger Flüchtling aus Syrien vor dem Gelände eines Musikfestivals selbst in die Luft gesprengt und zwölf Menschen verletzt. Die Ermittler gehen der Frage nach, ob es sich um einen islamistisch motivierten Selbstmordanschlag handelte. Wenige Tage zuvor hatte bei Würzburg ein 17-jähriger Flüchtling aus vermutlich islamistischen Motiven Reisende mit Axt und Messer angegriffen. In einem Regionalzug und später auf der Flucht verletzte er fünf Menschen schwer. Polizisten erschossen den Jugendlichen.

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