Türkei: Frauen formieren sich zum Protest gegen Erdoğan

Türkische Demonstranten orientieren sich dieses Jahr vermehrt an einer chilenischen Form des Protests. Frauen gehen mit Töpfen und Pfannen auf die Straßen, um ihre Unzufriedenheit mit der Erdoğan-Regierung zu zeigen. Doch die Protestform richtet sich vor allem an Hausfrauen.

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Die Aktivisten der Taksim-Plattform haben die Bevölkerung zu einem Protest mit Töpfen und Pfannen aufgerufen. Auch im vergangenen Jahr fanden derartige Protestbekundungen statt.

Diese Form des Protests ist keine türkische Erfindung. Sie stammt ursprünglich aus Chile und heißt „Cacerolaz​o“. Sie eignet sich für Demonstranten, die nicht für eine Mobilisierung auf den Straßen zu haben sind. Dazu gehören vor allem Hausfrauen.

Doch das „Cacerolaz​o“ eignet sich auch für Straßen-Proteste. So fand am Donnerstag in der Stadt Mersin ein Topf-Protest der Frauen statt, berichtet die türkische Nachrichtenagentur Doğan (DHA). Die Kundgebung wurde auf den Straßen der südtürkischen Stadt abgehalten.

Das „Cacerolaz​o“ kam weltweit erstmals im Jahr 1971 zum Einsatz. Damals protestierten Frauen der Mittelschicht Chiles gegen die Regierung Salvador Allendes.

Anfang Mai hatte Premierminister Erdoğan Nichtregierungs-Organisationen aus den USA und der EU für die Gezi Park-Proteste verantwortlich gemacht.

In einem Interview mit dem US-Journalisen Charlie Rose sagte er, dass dieselben Organisationen auch die Tumulte auf dem Maidan in Kiew provoziert hätten. Doch die Obama-Regierung beschuldigte er nicht.

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