Spanien subventioniert privaten Autokauf mit Steuergeld

Die Umverteilung von Steuergeldern geht in Spanien weiter: Auch dort verlieren die Sparer wegen der niedrigen Zinsen. Der Staat wiederum bekommt das Geld geschenkt - und subventioniert seinerseits die Bürger beim privaten Autokauf. Früher nannte man das Sozialismus.

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Beim Kauf von Neuwagen können Spaniens Verbraucher weiter auf staatliche Unterstützung zählen. Die Regierung in Madrid verlängerte zum sechsten Mal ihr entsprechendes Subventionsprogramm. Die neue Maßnahme habe ein Volumen von 175 Millionen Euro, teilte Vize-Ministerpräsidentin Soraya Saenz de Santamaria am Freitag nach der wöchentlichen Kabinettsitzung mit. Die Finanzspritze für Autokäufe gehöre zu dem bereits vorgestellten Konjunkturpaket im Umfang von 6,3 Milliarden Euro, mit dem Spanien vor allem neue Arbeitsplätze schaffen will. Wegen der staatlichen Unterstützung für Neuwagenkäufe hob die spanische Autobranche unlängst ihre Absatzprognose für 2014 um 30.000 auf 850.000 Fahrzeuge an.

Mit der Marke Seat gehört Volkswagen zu den führenden Autoherstellern in Spanien. Dort stiegen die Neuwagenverkäufe im Mai nicht zuletzt wegen der staatlichen Unterstützung den neunten Monat in Folge. Von ihrem Lohn können sich viele Spanier kein Auto mehr leisten. Und noch härter trifft es die Arbeitslosen: Ein Viertel aller Erwerbsfähigen in Spanien ist arbeitslos. Bei Jugendlichen liegt die Quote über 50 Prozent.

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